Wutwerk im Wortlaut
Das sind Ronaldos Anweisungen an den Nationaltrainer
Cristiano Ronaldo hat in einem langen Text eine ganze Reihe an Anschuldigungen an Nationaltrainer Jorge Jesus veröffentlicht. Dieser ist seiner Meinung nach der Schuldige für den Eklat rund um Ronaldos Abreise von der Nationalmannschaft. Das Statement beinhaltet auch eine Reihe von Anweisungen, die angeblich mit Jesus und der Verbandsführung abgestimmt waren. Diese hätte Jesus Ronaldos Darstellung zufolge bei der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Spiel gegen Dänemark vorlesen sollen.
Ronaldos Wortlaut für Jesus: „Ich halte es für wichtig, weil es der Wahrheit entspricht, einige Dinge klarzustellen, bevor wir über Dänemark sprechen:
1. Ich selbst und niemand sonst habe Cristiano einen Plan für diese Saison mit der Nationalmannschaft vorgeschlagen. Es war ein langes und sehr gutes Gespräch.
2. Ich weiß, wie sehr er für die Nationalmannschaft lebt und welchen Stellenwert er weltweit hat – und, was noch wichtiger ist, welches Gewicht und welchen positiven Einfluss er seit 24 Jahren ununterbrochen auf die Nationalmannschaft hat.
3. Cristiano hat den Plan, den ich ihm vorgeschlagen habe, akzeptiert.
4. Er hat meine Entscheidungen nie infrage gestellt. Er war vorbildlich, loyal und professionell.
5. Der Plan, den ich für ihn ausgearbeitet hatte, sah keinen Einsatz im Spiel gegen Norwegen vor. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass er sich körperlich vom ersten Spiel erholt hatte, und sagte ihm, dass ich ihn möglicherweise einsetzen müsste. Cristiano war einverstanden.
6. Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich jemanden vom Format eines Pelé oder Maradona zum Aufwärmen geschickt und ihn anschließend nicht eingewechselt habe. Würde das heute passieren, würde ich es nicht tun.
7. Um die Angelegenheit abzuschließen: Ich will Cristiano in der Nationalmannschaft haben. Und zwar nicht nur ein bisschen – ich will ihn unbedingt dabeihaben. Glücklicherweise glaubt auch er an mich. Er hat bei Al-Nassr an mich geglaubt, und das tut er auch hier.
8. Was die Tatsache betrifft, dass er die Fans nicht gegrüßt hat: Wir haben bereits darüber gesprochen. Jemand, der mehr als 230 Spiele für die Nationalmannschaft absolviert hat, braucht von mir keine Belehrungen darüber, wie man Portugal liebt. Es war ein Moment der Frustration, der nichts von dem ungeschehen macht, was er geleistet hat. Er ist der Spieler, der die meisten Autogramme gibt, die meisten Selfies macht und den Fans die meiste Zuneigung entgegenbringt. Lasst uns keine Probleme erfinden, wo keine sind. Wenn wir unzufrieden sind, reagieren wir. Das ist alles.“
Dazu fügte Ronaldo hinzu: „In keiner dieser Notizen stand also auch nur mit einem Wort, dass sich der Trainer bei mir entschuldigen sollte.“
Verwendete Quellen: ntv.de, red
