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Betrugsmaschen

Hitze und Schwangerschaft: Risiken und Klimagelder erklärt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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📖Welche Falschinformationen gibt es zum Klimawandel? Antworten finden Sie im Leitfaden Klima-Desinformation.

Große Hitze kann während einer Schwangerschaft die Gesundheit von Mutter und Kind gefährden. Das wird seit Jahren erforscht. Eine im November 2024 veröffentlichte Auswertung von 198 Studien aus 66 Ländern zeigt unter anderem: Bei hoher Hitzebelastung kommen Frühgeburten häufiger vor. Dafür wurden auch Geburts- und Krankenhausdaten untersucht. Wie groß das Risiko ist, unterscheidet sich je nach Studie. Ob Hitze eine bestimmte einzelne Frühgeburt verursacht hat, lässt sich daraus nicht ablesen.

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Was die neue Umfrage zeigt

Am 5. Oktober 2026 sprach UN-Klimachef Simon Stiell in Fidschi über diese Risiken. Dabei nannte er eine neue Umfrage im Auftrag der Forschungsstiftung Wellcome. Rund 1.000 medizinische Fachkräfte aus fünf Ländern wurden befragt. 73 Prozent berichteten, in den vergangenen fünf Jahren mehr hitzebedingte Probleme bei Schwangeren beobachtet zu haben.

Diese Zahl beschreibt die Antworten der Befragten. Sie bedeutet nicht, dass 73 Prozent aller Schwangeren betroffen sind. Die Umfrage beweist auch nicht, dass Hitze die geschilderten Probleme verursacht hat. Das steht ausdrücklich in der Erklärung zur Befragung. Die Ergebnisse gelten zudem nicht stellvertretend für alle medizinischen Fachkräfte weltweit.

Eine solche Umfrage ergänzt die medizinische Forschung. Sie ersetzt sie nicht. In seiner Rede fordert Stiell auch eine bessere Versorgung: Kliniken sollen bei Hitze weiter funktionieren und zuverlässig mit Strom und Wasser versorgt werden. Armut und fehlende Kühlung können die Gefahr durch Hitze vergrößern.

Wofür die Klimagelder gedacht sind

In der Rede geht es auch um das Ziel, bis 2035 jährlich mindestens 1,3 Billionen US-Dollar für Klimamaßnahmen in Entwicklungsländern zusammenzubringen. Das entspricht 1.300 Milliarden Dollar. Laut dem dazugehörigen Finanzierungsplan sollen dafür öffentliche Gelder und private Investitionen genutzt werden. Die Summe ist also keine bereits erfolgte Zahlung und soll nicht allein aus Steuergeld bestehen. Sie betrifft Klimamaßnahmen insgesamt, nicht nur den Schutz von Schwangeren.

Viele bestehende Klimahilfen müssen tatsächlich zurückgezahlt werden. Laut OECD wurden 2024 rund 67 Prozent der erfassten öffentlichen Klimafinanzierung als Kredite vergeben. Rund 29 Prozent waren Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Wie stark solche Kredite ärmere Länder belasten, ist deshalb eine berechtigte Frage.

Dass Unternehmen an finanzierten Projekten verdienen, zeigt für sich noch keinen Missbrauch. Ein Unternehmen kann etwa für eine gebaute Anlage bezahlt werden, die der Bevölkerung hilft. Für den Vorwurf, das Geld diene vor allem der Bereicherung der Reichen, braucht es konkrete Belege. Ob Geld sinnvoll eingesetzt wird, muss anhand der jeweiligen Projekte und ihrer Abrechnungen geprüft werden.

BEHÖRDE

UN-Klimasekretariat (UNFCCC)

5. Oktober 2026

BEHÖRDE

UNFCCC / Präsidentschaften von COP29 und COP30

November 2025

WISSENSCHAFT

Lakhoo et al. / Nature Medicine

5. November 2024

NGO

Wellcome / Censuswide

Ohne Datumsangabe

Tom Wannenmacher bei Mimikama, engagiert in der Aufklärung.

Tom Wannenmacher

Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.

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