Rekorde bei GesundheitsaktienUS-Anleger lassen die Finger von Tech-Werten
Mit Skepsis schauen Analysten weiterhin auf die hohen Kosten für Künstliche Intelligenz. Techwerte bekommen den Gegenwind zu spüren. US-Anleger schichten ihre Depots um und setzen auf Aktien der Gesundheitssparte.
Eine Sektorrotation in Gesundheits- und Substanzwerte hat dem Dow-Jones-Index Auftrieb gegeben. Technologieaktien legten dagegen nach ihrer jüngsten Erholung eine Verschnaufpause ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss ein Prozent höher auf 52.496 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,3 Prozent auf 7713 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen leicht auf 26.425 Punkte.
Anleger zeigten sich weiterhin skeptisch hinsichtlich der Fähigkeit einiger Technologieunternehmen, ihre massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) profitabel zu nutzen, sagte Jim Baird, Chefanlagestratege bei Plante Moran Financial Advisors. „Daher ist eine gewisse Umschichtung in andere Marktbereiche zu beobachten.“ Investoren suchten nach Gelegenheiten abseits des Technologiesektors, wovon unter anderem die Gesundheitsbranche profitiere.
Der Gesundheitssektor im S&P 500 erreichte ein Rekordhoch. Angetrieben wurde er unter anderem von Eli Lilly sowie den Dow-Werten UnitedHealth, Merck & Co, Johnson & Johnson und Amgen. Die Aktien des Impfstoffherstellers Moderna kletterten auf den höchsten Stand seit 2022. Gefragt waren zudem defensive Sektoren wie Immobilienwerte und Versorger.
Sinkende Ölpreise ziehen Energiewerte runter
Energiewerte gaben hingegen nach, da die Ölpreise nach einem Fünf-Monats-Hoch sanken. Händler wägten dabei die Bedeutung eines Treffens zwischen dem iranischen Präsidenten und dem pakistanischen Armeechef gegenüber den Angriffen der Huthi-Miliz auf die saudische Infrastruktur ab. Auch Kommunikationsdienstleister verzeichneten Verluste, belastet von Schwergewichten wie Meta, Netflix und Alphabet.
Bei den Einzelwerten standen zudem aktuelle Geschäftszahlen im Fokus. Die Aktien von General Motors (GM) gaben nach. Der Autobauer hatte für die kommenden Monate steigende Rohstoffkosten und schwächere Lkw-Verkäufe prognostiziert. 3M legten dagegen zu. Der Industriekonzern baut seine Rechenzentrums-Partnerschaft mit Amazon aus und hob seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Zudem räumte 3M einer Amazon-Tochter das Recht ein, Stammaktien im Wert von über 521 Millionen Dollar zu erwerben. Papiere der Kreditauskunftei Equifax stiegen nach einem unerwartet hohen Quartalsgewinn. Auch Hasbro verbuchten Kursgewinne, nachdem der Spielzeughersteller seine Jahresprognose angehoben hatte.
Nach Börsenschluss warteten die Anleger noch auf die Bilanzen von SpaceX und Netflix. Am Mittwoch sollen Meta und Tesla ihre Bücher öffnen.
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