Blutrünstige Horrorfigur
PSG-Fans sorgen mit „Massaker“-Choreo für Wirbel
Die Fußballer von Paris St. Germain ringen den FC Barcelona in einem spektakulären Champions-League-Spiel nieder. Hansi Flick sieht trotzdem viel Gutes. Für Aufsehen sorgen die Fans der Franzosen.
Paris St. Germain bleibt im europäischen Fußball der Goldstandard. In einem mitreißenden Duell ringt der Titelverteidiger der Champions League den formstarken FC Barcelona nieder. 4:2 gewinnen die Franzosen nach einer turbulenten Schlussphase mit vier Toren in den letzten 20 Minuten. Trotz der Niederlage im Giganten-Duell hatte auch Barca-Coach einen guten Abend: „Es war ein klasse Spiel für die Zuschauer, für jeden, der Fußball liebt. Von zwei Mannschaften, die einfach einen schönen Fußball spielen“, sagte er bei DAZN.
Nicht ganz schön war die Eröffnung des Abends gewesen. Die Fans von Paris St. Germain, bekannt für ihre Choreografien, hatten mit ihrem riesigen Banner für Wirbel gesorgt. Darauf war ein mit Blut überströmter Kettensägenmann zu sehen, der das Logo der Gäste auseinandernimmt. „Massacre à la parisienne“ – Massaker auf Pariser Art war darunter zu lesen. Das ist ohnehin nicht sehr taktvoll, in der aktuellen Lage in der französischen Hauptstadt aber nochmal unangebrachter. Dort hatte es zuletzt massive Ausschreitungen mit Plünderungen und hunderten Verletzten gegeben.
Sportlich verlief das Spiel danach erwartbar spektakulär. Désiré Doué (38.), Lucas Hernandez (72.), Vitinha (81.) und Fabián Ruiz (86.) trafen für Paris. Xavi Espart (55.) und Lamine Yamal (79.) hatten zwischenzeitlich für Barcelona gekontert und die sehr hohen Ansprüche der Katalanen untermauert. Auch wenn es nach elf Siegen erstmals eine Niederlage in dieser Saison gab. „Wir waren nicht so frisch, wie wir das normalerweise sind. Die Vorbereitung war nicht optimal“, sagte Flick. Wegen der Unwetter in Spanien hatte das Team spontan umplanen müssen und die Nacht nach dem 5:2 bei Betis Sevilla noch in Andalusien verbracht. Gleichzeitig „soll das keine Entschuldigung sein.“
Trotzdem, so betonte der Supertrainer der Katalanen, habe er viele Dinge gesehen, „die ich einfach mag, die ich gerne gesehen habe, die mich auch positiv auf dieses Spiel blicken lassen. Und ein paar Dinge, die wir einfach besser machen müssen.“ Ein bitterer Beigeschmack bleibt bei beiden Teams: Bei Barcelona musste Dani Olmo vorzeitig angeschlagen vom Feld (27.). Ein ähnliches Schicksal ereilte auch die Pariser Ousmane Dembélé (20.), Marquinhos und Chwitscha Kwarazchelia (beide 59.).
Verwendete Quellen: ntv.de, tno
