KURZMELDUNG · ÖSTERREICH
Im Postfach liegt eine Nachricht mit dem Absendernamen Prime Video. Eine Testphase ende angeblich in 72 Stunden, danach beginne ein kostenpflichtiges Zweijahresabo. Watchlist Internet warnt am 20. Oktober 2026: Die angebotene Kündigung führt in eine Phishing-Falle.
Die Mail nennt eine Abrechnung von 112,50 Euro alle sechs Monate. Ein Button soll das angebliche Angebot verwalten. Laut Watchlist Internet gibt es dieses Abo nicht. Die verlinkte, nachgebaute Website soll persönliche Angaben und Kreditkartendaten abgreifen.
Der Absendername wirkt vertraut, doch die sichtbare E-Mail-Adresse gehört zu einer anderen Domain als Amazon. Der Name Prime Video und eine aufwendig gestaltete Nachricht belegen daher nicht, dass die Mail echt ist.
Wer die Nachricht erhält, sollte keinen Link darin öffnen. Ob eine Mitgliedschaft besteht, lässt sich direkt in der echten Amazon-App oder über eine selbst eingegebene Adresse prüfen. So führt der Weg zum Konto nicht über die angebliche Kündigung.
Die Masche nutzt nicht nur den Namen eines bekannten Unternehmens. Ihr eigentlicher Köder ist die Angst vor einer unerwarteten Abbuchung. Gerade wenn eine Mail Zeitdruck macht und zugleich den rettenden Button anbietet, sollte die Prüfung immer unabhängig von diesem Link erfolgen.
Quellen
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