Bundesweit häufen sich die Fälle gefundener Fremdkörper in Halloween-Süßigkeiten. Die Polizei bittet Eltern, die gesammelten Naschereien ihrer Kinder sorgfältig zu überprüfen. Die Ermittlungen laufen.
Nach Halloween werden bundesweit immer mehr Fälle von mit spitzen Metallteilen präparierten Süßigkeiten bekannt.
In Essen fanden zwei Familien Nadeln in Schokoriegeln und einer Tüte mit Weingummi, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Sonntagabend mitteilte. Diese waren demnach von ihren Kindern am Halloween-Abend an Haustüren eingesammelt worden. Die Familien lebten demnach in unterschiedlichen Stadtteilen, verletzt wurde niemand, die Ermittlungen laufen.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern sind nach Halloween gefährliche Objekte in Süßigkeiten aufgetaucht. In Schönberg nahe Lübeck seien am Sonntag Nadeln in Schokoriegeln gefunden worden, teilte die Polizei mit.
Ermittlungen wegen Körperverletzung
Im schleswig-holsteinischen Holm entdeckten Eltern Nägel in Kaubonbons, wie Polizei in Bad Segeberg mitteilte. Demnach fiel zunächst ein dreieinhalb Zentimeter langer Nagel in einer Süßigkeit auf, danach wurden weitere entdeckt. Auch dort liefen nun Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.
In Burg auf der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn fand ein Mädchen in einem durchbrochenen Schokoriegel eine drei Zentimeter lange Nähnadel. Die Elfjährige war nach Angaben der Polizei Lübeck mit einer gleichaltrigen Begleiterin unterwegs, die Eltern erstatteten Anzeigen.
In Umpferstedt bei Weimar in Thüringen wurden laut Polizei am Sonntag Tacker-Nadeln in Kaubonbons entdeckt, die zwei Kinder im Alter von elf und zwölf Jahren am Samstagabend bei Rundgängen gesammelt hatten. Auch diese blieben unverletzt. Woher die Süßigkeiten genau kamen, war noch unklar.
Niedersachsen, Hannover: In einem Schokoriegel steckt eine Nadel. Unbekannte haben nach Polizeiangaben im Stadtteil Misburg-Nord an Halloween Süßigkeiten mit Nadeln an Kinder verteilt.
Fälle auch in Österreich
Auch an mehreren Orten in Bayern hatten Eltern gefährliche Gegenstände in den Halloween-Süßigkeiten ihrer Kinder gefunden. So gab es zwei Fälle in Landshut und Adlkofen, bei denen Naschereien mit spitzen Gegenständen, Schrauben und Nadeln versehen waren. In Vilshofen an der Donau entdeckten Eltern einen Nagel in einer Knusperwaffel. In Nürnberg, Obernburg am Main und Neuburg an der Donau fanden Kinder beim Auspacken von Schokoriegeln Nadeln.
Bereits zuvor waren bundesweit mehrere ähnliche Fälle bekanntgeworden – unter anderem in Eichsfeld und Herbsleben in Thüringen sowie in Hannover. Auch in Österreich wurden Metallobjekte in von Kindern zu Halloween gesammelten Süßigkeiten entdeckt.
Eltern sollen Süßigkeiten überprüfen
Überall empfahl die Polizei Eltern, die von ihren Kindern gesammelten Süßigkeiten zu überprüfen. Bei der Kontrolle der Süßigkeiten sollte insbesondere auf mögliche Einstichstellen, beschädigte Verpackungen oder andere Auffälligkeiten geachtet werden. Auch bei äußerlich unbeschädigten Verpackungen sei Aufmerksamkeit geboten. Wer verdächtige Süßigkeiten entdeckt, sollte diese nicht verzehren, mit Verpackung aufbewahren und sich an die Polizei wenden.
