KURZMELDUNG · SCHWEIZ
An mehreren Parkuhren in Sarnen klebten falsche QR-Codes über den offiziellen Bezahlcodes. Die Gemeinde im Schweizer Kanton Obwalden warnt seit dem 5. November 2026 davor und hat entdeckte Aufkleber entfernt. Die Codes führen auf betrügerische Zahlungsseiten.
Der Bote der Urschweiz berichtet unter Berufung auf die Kantonspolizei Obwalden von mehreren betroffenen Parkuhren. Die Polizei achtet laut Gemeinde Sarnen bei ihren regelmäßigen Kontrollen auf solche Manipulationen und überprüft verdächtige Codes.
Die Masche wird Quishing genannt, eine Form von Phishing mit QR-Codes. Entscheidend ist, wo der Code geöffnet wird: Die Gemeinde empfiehlt für Parkzahlungen Parkingpay. Andere Zahlungscodes sollen ausschließlich direkt in der passenden Bezahl-App wie TWINT gescannt werden. Die gewöhnliche Handykamera öffnet dagegen die hinterlegte Internetadresse – und damit möglicherweise eine gefälschte Seite.
Erscheint eine unbekannte Webseite oder werden unerwartet Kreditkartendaten verlangt, sollte die Zahlung sofort abgebrochen werden. Wer bereits Daten eingegeben hat, soll laut Kantonspolizei Bern umgehend die Bank oder den Kreditkartenanbieter kontaktieren, betroffene Karten oder Zugänge sperren lassen und Anzeige erstatten.
Die Manipulationen in Sarnen sind ein lokaler Anlass und kein Beleg für eine überregionale Betrugswelle. Die Methode selbst ist länger bekannt: Mimikama berichtete bereits im November 2024 darüber. Der Fall zeigt, warum auch ein QR-Code auf einer echten Parkuhr nicht automatisch vertrauenswürdig ist – ein dünner Aufkleber kann das Zahlungsziel austauschen.
Quellen
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