Tajani spricht von „Bedrohungen“Persönliche Daten von Italiens Außenminister landen im Darknet
In den vergangenen Woche gab es etliche Berichte über Hackerangriffe. Betroffen ist auch der italienische Außenminister. Dieser gibt an, Cyberkriminelle hätten seine Familie ins Visier genommen. Er sieht einen Zusammenhang mit Hilfen für die Ukraine.
Der italienische Außenminister Antonio Tajani ist eigenen Angaben zufolge aufgrund von Italiens Unterstützung für Kiew im Ukraine-Krieg Opfer eines Cyberangriffs geworden. „Seit mehreren Tagen verbreiten Cyberkriminelle meine persönlichen Daten im Dark Web und versuchen, an weitere Informationen zu gelangen“, schrieb Tajani bei X. Dadurch sei er „weiteren Bedrohungen und Einschüchterungen“ ausgesetzt.
Die Cyberkriminellen nähmen zudem seine Familie ins Visier und seien bereit, „Geld zu zahlen, um mehr Details über mich und meine Angehörigen zu erfahren“, erklärte Tajani. Seine Reaktion sei „ganz einfach“: „Ich lasse mich nicht einschüchtern.“
Grund für den Angriff sei „unsere Haltung zum Ukraine-Krieg“, erklärte der italienische Außenminister weiter. „Die Freiheit eines souveränen Staates zu verteidigen und klar für die Demokratie und die Unabhängigkeit einer Nation einzutreten – genau das ist in den Augen dieser kriminellen Kreise gefährlich“, schloss er.
Regierungschefin Giorgia Meloni bekundete nach den Angriffen „prorussischer Hacker“ ihre Solidarität mit Tajani und erklärte, der Angriff müsse „mit größter Entschlossenheit“ bekämpft werden.
Italien leistet der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland humanitäre und militärische Unterstützung. Zugleich spricht sich Vize-Regierungschef Matteo Salvini, der wichtigste Koalitionspartner von Regierungschefin Meloni und Außenminister Tajani, häufig für eine Unterbrechung der Waffenlieferungen an Kiew aus.
