Bietet UFC-Chef Job anTrump will „wilden Kämpfer und Krieger“ als neuen Pressesprecher
Ernst oder Witz? Donald Trump bietet einem Langzeitverbündeten den Job als Pressesprecher im Weißen Haus an: dem UFC-Chef Dana White. Der US-Präsident lobt ihn und seine Kämpfer mit markigen Worten.
US-Präsident Donald Trump hat eine neue Idee für die Besetzung des Postens als Pressesprecher im Weißen Haus präsentiert. Er habe den Job dem UFC-Chef Dana White angeboten, schreibt er auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. „Ich freue mich, bekannt geben zu dürfen, dass dem großartigen Dana White, einem wilden Kämpfer und Krieger, das Amt des Pressesprechers der Vereinigten Staaten angeboten wurde“, so der US-Staatschef.
White ist Präsident der UFC. Dabei handelt es sich um die größte Profi-Liga für MMA, einen vor allem in den USA beliebten Kampfsport, der verschiedene Disziplinen miteinander vereint. Die Abkürzung steht für Mixed Martial Arts (Gemischte Kampfkünste). Neben White lud Trump auch mehrere MMA-Sportler ein, ins Weiße Haus zu kommen. „Ich habe ihn gebeten, Assistenten mitzubringen – auch wenn einige davon nicht aus unserem Land stammen -, und zwar Islam Makhachev, Khabib Nurmagomedov, Justin Gaethje, Daniel Cormier, Amanda Nunes und Kayla Harris“, so der US-Präsident. „Wir brauchen diese Leute, um uns gegen die verrückte Linke zu verteidigen.“
White werde ein Pressesprecher sein „wie kein anderer zuvor“, so Trump. „Dana, bitte nimm den Job an!“ Ob Trump das Angebot an den UFC-Präsidenten wirklich ernst meint, ist unklar.
Sprecher-Posten seit Wochen unbesetzt
Der Posten als Pressesprecher im Weißen Haus ist seit Wochen unbesetzt. Karoline Leavitt hatte sich im Sommer zurückgezogen. Die zwischenzeitlich im Oktober installierte Sprecherin Katie Zacharia wurde nach wenigen Tagen wieder entlassen.
Trump und White stehen sich seit Langem nahe. Trump besuchte in der Vergangenheit bereits UFC-Veranstaltungen. An seinem 80. Geburtstag veranstaltete die UFC im Mai zudem ein Event direkt vor dem Weißen Haus. Auf dem Südrasen war für die Käfigkämpfe eine Bühne mit dem Namen „The Claw“ („Die Klaue“) errichtet worden, deren Überdachung in den Farben in der US-Flagge gehalten war. Rund 4000 Personen waren zu der Veranstaltung geladen worden.
Kritiker hatten versucht, das Event mit einer Klage zu verhindern. Sie warfen Trump damals vor, dem UFC-Chef und seinen Unternehmen Zugang zum Weißen Haus zu verschaffen, „um ein privates, gewinnorientiertes Sportevent zu veranstalten – mit all den Werbe- und Branding-Möglichkeiten, die ein solcher Zugang mit sich bringt“. Ein US-Gericht wies die Klage jedoch ab.
