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Startseite»Nachrichten»Acht Menschen erschossen: Amokläufer von Bangkok hatte jahrelanges Interesse an Waffen
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Acht Menschen erschossen: Amokläufer von Bangkok hatte jahrelanges Interesse an Waffen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Acht Menschen erschossenAmokläufer von Bangkok hatte jahrelanges Interesse an Waffen

Polizisten und Rettungskräfte vor dem Schulgebäude in Bangkok. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ein 14-Jähriger in Bangkok erschießt erst seine Großeltern, fährt dann zu seiner Schule und tötet dort fünf Lehrer und eine Schülerin. Die Polizei erschießt ihn daraufhin. Berichten zufolge soll er bereits im Vorjahr mit einer Waffe in der Schule aufgetaucht sein.

Der 14-jährige Amokläufer von Bangkok hat sich nach Polizeiangaben jahrelang für Waffen interessiert und im Internet über deren Gebrauch informiert. Bereits im vergangenen Jahr habe ein Lehrer eine Luftdruckpistole bei dem Jungen sichergestellt, sagte der stellvertretende Polizeichef der Region, Atthapol Anusi.

Zeugenbefragungen zufolge habe sich der Täter seit ein bis zwei Jahren mit dem Gebrauch von Schusswaffen beschäftigt. Die Untersuchung seines Computers ergab zudem, dass der Jugendliche sich gewalttätige Inhalte in sozialen Medien ansah. In seiner Tasche wurde außerdem ein Messer gefunden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben bislang 17 Zeugen befragt.

Der Jugendliche hatte am Freitag zunächst seine Großeltern und anschließend sechs Menschen an seiner Schule außerhalb von Bangkok erschossen, bevor er sich selbst tötete. In der Schule tötete er fünf Lehrkräfte und eine zwölfjährige Schülerin. Wie der thailändische Regierungschef Anutin Charnvirakul bei einem Besuch am Tatort sagte, wurden mehr als 30 Menschen verletzt. 14 Verletzte lagen nach offiziellen Angaben am Samstag noch im Krankenhaus, sieben von ihnen mit lebensgefährlichen Verletzungen. Der Junge lebte nach der Trennung seiner Eltern seit zwölf Jahren bei seinen Großeltern.

Jeder Siebte in Thailand besitzt Schusswaffe

In Thailand gibt es Schätzungen zufolge rund zehn Millionen Schusswaffen in Privatbesitz. Jeder siebte Einwohner besitzt eine Waffe – die Rate ist höher als in den meisten anderen Ländern der Region. Immer wieder gibt es tödliche Angriffe. Als Reaktion auf die Tat kündigte das thailändische Bildungsministerium neue Sicherheitsmaßnahmen an. Diese sollen in den kommenden drei Monaten entwickelt werden und umfassen unter anderem psychologische Untersuchungen für Schüler sowie verschärfte Kontrollen.

Die Tat ist der schlimmste Amoklauf in Thailand seit vier Jahren. Im Februar hatte ein Jugendlicher in einer Schule im Süden Thailands den Schulleiter erschossen und zwei Schüler verletzt. 2022 hatte ein ehemaliger Polizist in einem Kindergarten im Norden Thailands 24 Kinder und 12 Erwachsene mit einer Schusswaffe und einem Messer getötet.

Quelle: ntv.de, als/rts/AFP

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