Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    Mehr Last als Schutz: “So verfehlt die Empfängerüberprüfung ihr Ziel”

    Oktober 12, 2026

    Mehr Last als Schutz: “So verfehlt die Empfänger-überprüfung ihr Ziel”

    Oktober 12, 2026

    Deutschlandticket: Verbraucherzentrale kritisiert erneute Preiserhöhung

    Oktober 8, 2026

    Hersteller, Handel und Verbraucherschützer fordern schärfere EU-Regeln für Produkte aus Drittstaaten

    Oktober 8, 2026

    „Tankrabatt darf nicht wieder zum Konzernrabatt werden“

    September 30, 2026
  • Nachrichten

    UEFA bestraft Serbien hart: Jürgen Klopp winkt geisterhaftes „Heim“-Spiel in Nations League

    Oktober 12, 2026

    80 Prozent in zehn Jahren: Versicherer: Ersatzteile fürs Auto verteuern sich rasant

    Oktober 12, 2026

    Was meint der US-Präsident?: Bericht zu Energie-Deal: „Trump ist wirklich wütend“

    Oktober 12, 2026

    CDU für stärkere Entlastungen: Merz will Stromsteuer „für alle“ auf europäisches Minimum senken

    Oktober 12, 2026

    „Bin der Beste“: Ronaldo pfeffert in den Skandal-Wochen eine Ansage raus

    Oktober 12, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    AfD-Bots nach Yandex-Angriffen? Grafik ohne Belege

    Oktober 12, 2026

    Corona-Debatten fielen mit weniger Vorsorge zusammen

    Oktober 11, 2026

    Hundeverbot wegen Muslimen? Polizei widerspricht

    Oktober 11, 2026

    Wie Genetikstudien für Propaganda verdreht werden

    Oktober 11, 2026

    Ragebait: Jugendwort 2026 und der Trick mit der Wut

    Oktober 11, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    „Andere Familiensprache als Deutsch“: Was bedeutet mehrsprachig aufzuwachsen? | Bildung

    Oktober 8, 2026

    Wie können Lehrkräfte und Schulen mit Mehrsprachigkeit umgehen? | Bildung

    Oktober 8, 2026

    Welche Rolle spielt Mehrsprachigkeit in der Bildungspolitik? | Bildung

    Oktober 8, 2026

    Was bedeutet Neutralität in der Schule – und was nicht? | Bildung

    Juli 14, 2026

    Wodurch fühlen sich Jugendliche in ihrem Alltag besonders belastet? | Bildung

    Juli 3, 2026
  • Politik

    CDU will Stromsteuer absenken | tagesschau.de

    Oktober 12, 2026

    Prozess um „Soester Horrorhaus“ am Landgericht Arnsberg begonnen

    Oktober 12, 2026

    Reformagenda: Was Schweitzer als Arbeitsminister erwartet

    Oktober 12, 2026

    Brexit: Premier Burnham wirft Russland Einmischung vor

    Oktober 12, 2026

    EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr

    Oktober 12, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Betrugsmaschen»AfD-Bots nach Yandex-Angriffen? Grafik ohne Belege
Betrugsmaschen

AfD-Bots nach Yandex-Angriffen? Grafik ohne Belege

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 12, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

Cloudflare misst automatisierte Webseitenzugriffe aus einem Netzwerk des russischen Internetkonzerns Yandex. Die Messung sagt allerdings nichts darüber aus, wie viele Propaganda-Accounts auf X oder Facebook aktiv sind. Genau diese beiden Arten von „Bots“ werden in der viralen Geschichte miteinander verwechselt.

Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Was ist Yandex eigentlich?

Yandex gehört zu den größten russischen Internetkonzernen. Wegen seiner Suchmaschine wird das Unternehmen oft als „russisches Google“ bezeichnet; es bietet außerdem Kartendienste, Fahrdienste und weitere digitale Angebote. Dafür betreibt Yandex Rechenzentren und nutzt automatisierte Programme, etwa Suchmaschinen-Roboter, die Webseiten für die Suche erfassen. Solche technischen Bots sind etwas anderes als Accounts, die auf sozialen Netzwerken politische Inhalte verbreiten. Diese Unterscheidung ist entscheidend, um die Cloudflare-Zahlen richtig zu verstehen.

Wer griff wann an? Die Yandex-Angriffe in der Zeitleiste

Zwischen dem 8. und 11. Oktober 2026 trafen Drohnenangriffe drei Rechenzentren des russischen Konzerns Yandex. Bei den ersten beiden Angriffen ist die ukrainische Urheberschaft durch Berichte und Aussagen aus der Ukraine dokumentiert. Für den dritten Angriff bestätigt Yandex die Schäden, nennt aber selbst keine Angreifer.

  1. Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 2026

    Sasowo, Region Rjasan: Ein Drohnenangriff beschädigt das Rechenzentrum schwer. Yandex schaltet den Standort vollständig ab.

    Wer griff an? Reuters spricht von einem ukrainischen Angriff. Der frühere Leiter des ukrainischen Zentrums gegen Desinformation, Andrij Kowalenko, erklärte laut AFP öffentlich, ukrainische Streitkräfte hätten den Standort getroffen. Yandex selbst benannte gegenüber AFP die Herkunft der Drohne nicht.

  2. 9. Oktober 2026

    Kaluga: Ein weiterer Drohnenangriff legt Teile des Yandex-Rechenzentrums lahm.

    Wer griff an? Hier ist die ukrainische Verantwortung ausdrücklich bestätigt: Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte laut Reuters den Angriff. Der ukrainische Drohnenhersteller Fire Point erklärte, ukrainische Streitkräfte hätten dafür FP-1-Angriffsdrohnen eingesetzt. Selenskyj bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf russische Schläge gegen ukrainische IT-Infrastruktur.

  3. Nacht auf den 11. Oktober 2026

    Wladimir: Auch dieses Yandex-Rechenzentrum wird von Drohnen getroffen und laut einer aktualisierten Unternehmensmitteilung vollständig abgeschaltet.

    Wer griff an? Der Vorfall wird im Zusammenhang mit der ukrainischen Angriffsserie berichtet. Yandex benennt in seiner Mitteilung jedoch keinen Urheber. Eine gesonderte öffentliche ukrainische Bestätigung für diesen konkreten Angriff ließ sich in den geprüften Quellen nicht finden.

Die zeitliche Abfolge der Angriffe und die Schäden sind damit dokumentiert. Dass deshalb auch russische Propaganda-Accounts oder die Online-Aktivität rund um die AfD eingebrochen seien, ist eine davon getrennte Behauptung, für die weiterhin belastbare Nachweise fehlen.

Unter Berufung auf Cloudflare Radar berichtete das Technikportal Tom’s Hardware, automatisierte HTTP-Anfragen aus dem Yandex-Netzwerk AS13238 seien zeitweise auf 0,4 Prozent eines zuvor gemessenen Höchstwertes gesunken. Das ist ein dramatischer Einbruch dieser Zugriffe innerhalb des betrachteten Zeitraums. Es bedeutet aber nicht, dass 99,6 Prozent aller russischen Bots oder gar russischen Propaganda-Accounts verschwunden wären. Cloudflare stellt solche Zeitreihen häufig relativ zum jeweiligen Maximum dar.

Yandex nennt AS13238 in seiner eigenen technischen Dokumentation ausdrücklich als eines der Netzwerke seiner Suchmaschinen-Roboter. Diese Programme besuchen Webseiten automatisch, damit Inhalte beispielsweise in Suchergebnissen erscheinen. Cloudflare erkennt automatisierte Webanfragen, zählt damit aber weder politische Beiträge noch die Betreiber oder Absichten von Social-Media-Accounts.

Woher kommt die Behauptung zur AfD?

Am 11. Oktober verbreitete der tschechische Europaabgeordnete Tomáš Zdechovský auf X eine Grafik mit angeblichen Rückgängen um 30 und 56 Prozent. Er schrieb dazu ausdrücklich „If confirmed“ – „falls sich das bestätigt“. Damit formulierte er einen Vorbehalt, stellte aber zugleich einen möglichen Zusammenhang zwischen den Angriffen und weniger Online-Aktivität rund um die AfD her.

Virale Grafik mit dem Titel Tägliche Aktivität über 3 Monate und roten Markierungen minus 30 und minus 56 Prozent, ohne Datenquellenangabe
Die verbreitete Grafik nennt weder Plattform noch Datenquelle. Der zweite markierte Tiefpunkt scheint auf einen Tag nach ihrer Veröffentlichung zu fallen.

Die Grafik nennt weder die untersuchten Accounts noch eine Plattform, eine Datenquelle oder eine Messmethode. Selbst der Begriff „Aktivität pro Tag“ bleibt undefiniert. Auffällig ist zudem die Zeitachse: Obwohl die Grafik schon am 11. Oktober kursierte, scheint der zweite rote Tiefpunkt ungefähr auf den 13. oder 14. Oktober zu fallen. Eine bloß bis zum 15. Oktober verlängerte Achse wäre noch kein Fehler; als gemessen präsentierte Werte aus der Zukunft wären hingegen erklärungsbedürftig. Eine Prognosekennzeichnung fehlt. Daraus lässt sich allerdings keine sichere Aussage über eine mögliche KI-Erzeugung ableiten.

Was ein Vergleich mit anderen Parteien zeigt – und was nicht

Die Nachrichtenseite Rohtext veröffentlichte am 11. Oktober einen Gegenvergleich. Nach den dort wiedergegebenen, von Grok bereitgestellten Zählwerten ging die Zahl deutschsprachiger X-Beiträge mit dem Suchbegriff „AfD“ im selben 18-Stunden-Zeitraum von Samstag auf Sonntag um 19,3 Prozent zurück. Bei „CDU“ waren es 17,8 Prozent, bei „SPD“ 36,8 Prozent und bei „Grüne/Grünen“ 28,6 Prozent. In diesen Zahlen wäre der Rückgang also keineswegs auf die AfD beschränkt.

Diese Zählwerte stammen jedoch laut Rohtext von Grok und konnten von uns nicht unabhängig aus den ursprünglichen X-Daten reproduziert werden. Rohtext berichtet über rechnerisch passende Summen und Prüfsummen; das belegt die innere Konsistenz der gelieferten Dateien, nicht deren tatsächliche Herkunft oder Vollständigkeit. Außerdem erfassen Suchbegriffe auch Kritik und Berichterstattung, keine Liste von AfD-Anhängern oder identifizierten Bot-Accounts. Ein Vergleich zwischen Samstag und Sonntag genügt ebenfalls nicht, um einen längerfristigen Trend nachzuweisen.

Für den behaupteten Zusammenhang müssten die betroffenen Accounts identifiziert, ihre Aktivitätsdaten nachvollziehbar ausgewertet und ihre Verbindungen zur ausgefallenen Infrastruktur belegt werden. Derartige Nachweise fehlen. Einzelne Einflussoperationen könnten durchaus betroffen sein; die kursierenden Daten belegen das derzeit ebenso wenig wie den behaupteten Absturz der AfD-Aktivität um 56 Prozent.

Warum klingt die Geschichte für viele so glaubwürdig?

Die Erzählung verbindet reale Angriffe, eine dramatisch fallende Kurve und eine politische Folge, die manche Menschen gerne für wahr halten würden. Wer sich über russische Einflussversuche und Desinformation ärgert, könnte den vermeintlichen Rückgang von Propaganda-Accounts als gute Nachricht empfinden. Die konkreten Prozentzahlen verleihen der Geschichte zusätzlich einen Anschein von Genauigkeit, obwohl bei der AfD-Grafik nicht einmal die Datengrundlage bekannt ist.

Dass die Behauptung oft geteilt wird, kann diesen Eindruck verstärken. Dabei bleibt offen, ob viele Menschen unabhängig voneinander dieselbe Entwicklung beobachtet haben oder nur immer wieder dieselbe unbelegte Darstellung weiterreichen. Auch bei Nachrichten, die zu den eigenen Hoffnungen passen, bleibt die entscheidende Frage: Was wurde tatsächlich gemessen, und was wird lediglich daraus geschlossen?

MEDIUM

Cybernews

12. Oktober 2026

SOCIAL MEDIA

Tomáš Zdechovský / X

11. Oktober 2026

MEDIUM

Tom’s Hardware

11. Oktober 2026

MEDIUM

Reuters / The Moscow Times

11. Oktober 2026

UNTERNEHMEN

Yandex

9. Oktober 2026 (aktualisiert am 11. Oktober 2026)

MEDIUM

Reuters / Investing.com

9. Oktober 2026

UNTERNEHMEN

Cloudflare Radar

20. April 2026

UNTERNEHMEN

Cloudflare Radar

Ohne Datumsangabe

UNTERNEHMEN

Yandex Webmaster

Ohne Datumsangabe

Tom Wannenmacher bei Mimikama, engagiert in der Aufklärung.

Tom Wannenmacher

Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

Corona-Debatten fielen mit weniger Vorsorge zusammen

Oktober 11, 2026

Hundeverbot wegen Muslimen? Polizei widerspricht

Oktober 11, 2026

Wie Genetikstudien für Propaganda verdreht werden

Oktober 11, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

Gefälschter Tagesschau-Artikel über Eklat bei Maischberger

Juli 13, 2026183 Aufrufe

Bücherexperiment in sozialen Medien und Messengern

September 9, 202615 Aufrufe

Gefälschte Doctolib-Mails fluten Postfächer: Erste-Hilfe-Set ist Fake

August 13, 202615 Aufrufe

Fehlinvestitionen auch bei Kirchenbezirken, Pensionskassen und TÜV

August 19, 202610 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.