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Startseite»Nachrichten»Altes Dokument aufgetaucht: Überlebte Hitler Stauffenbergs Bombe wegen einer Terminänderung?
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Altes Dokument aufgetaucht: Überlebte Hitler Stauffenbergs Bombe wegen einer Terminänderung?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Altes Dokument aufgetauchtÜberlebte Hitler Stauffenbergs Bombe wegen einer Terminänderung?

Claus Graf Schenk Stauffenberg (l.) mit Hitler und Generälen der Wehrmacht am 15. Juli 1944 in der Wolfsschanze. Foto nachträglich digital koloriert (Foto: picture alliance / akg-images)

Ein bislang unveröffentlichtes Dokument deutet darauf hin, dass Hitlers Lagebesprechung am 20. Juli 1944 ursprünglich in einem Schloss bei Salzburg stattfinden sollte. Wäre es dazu gekommen, hätte die Bombe von Widerstandskämpfer Stauffenberg dort wohl deutlich verheerender gewirkt.

Am 20. Juli 1944 scheiterte das Stauffenberg-Attentat im „Führerhauptquartier Wolfsschanze“. Jetzt legt ein bislang unveröffentlichtes Dokument nahe, dass Hitler an diesem Tag wegen eines Staatsbesuchs gar nicht in der Wolfsschanze hätte sein sollen. Dementsprechend hätte auch die Besprechung mit Stauffenberg woanders stattgefunden.

Laut dem Dokument, das der US-Forscher Rolf Windbiel im Salzburger Landesarchiv fand, war als eigentlicher Ort für die Lagebesprechung womöglich ursprünglich ein Salon im Schloss Kleßheim bei Salzburg vorgesehen. In dem damaligen Gästehaus der Reichsregierung empfing Hitler regelmäßig verbündete Regierungschefs zu Staatsbesuchen, wenn er auf dem Obersalzberg weilte. Unter seinen Gästen war mehrfach auch der italienische Faschistenführer Benito Mussolini.

Der Salzburger Hotelier Erwin Gutwinski war zuständig für die Vorbereitung von Hitlers Staatsempfängen und schilderte 1984, er sei Mitte Juli 1944 in die Reichskanzlei beordert worden, um die Vorbereitungen für den Besuch Mussolinis auf Schloss Kleßheim zu koordinieren. Hitler hatte den Italiener zuvor schon mehrfach auf Schloss Kleßheim empfangen. Doch schließlich habe sich der Plan zerschlagen, Mussolinis Besuch fand in der Wolfsschanze statt – und somit die Besprechung, in der Stauffenberg seine Bombe zündete.

Bauweise und Einrichtung der Lagerbaracke begünstigten Hitlers Überleben: Die Wände waren nicht so dick wie in anderen Bunkern, unter dem Holzfußboden gab es einen Hohlraum und im Hochsommer waren die fünf Fenster weit aufgerissen. Die Bombenexplosion konnte deshalb vermutlich nicht ihre volle Wucht entfalten. Gutwinski war überzeugt, dass ein möglicher Anschlag auf Schloss Kleßheim zum Erfolg geführt hätte. „Im gemauerten Raum wäre das Attentat geglückt.“

Quelle: ntv.de, jpe

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