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Startseite»Nachrichten»Auch Delling-Anwalt spricht: Christina Block äußert sich – und korrigiert frühere Aussage
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Auch Delling-Anwalt spricht: Christina Block äußert sich – und korrigiert frühere Aussage

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 25, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Auch Delling-Anwalt sprichtChristina Block äußert sich – und korrigiert frühere Aussage

Letztmals hatte Block im Juli 2025 eine Aussage getätigt. (Foto: picture alliance/dpa)

Erstmals seit Monaten ergreift Christina Block in dem Prozess um die Silvesternacht 2023/24 das Wort. Sie betont erneut, von der Entführung der Kinder nichts gewusst zu haben – an ein Gespräch sei aber bei ihr die Erinnerung zurückgekehrt.

Im Hamburger Prozess um die Entführung ihrer Kinder hat die angeklagte Mutter Christina Block erneut das Wort ergriffen. Sie wolle einige Punkte ihrer Aussage aus dem Juli 2025 korrigieren und auf andere Aspekte näher eingehen, sagte die 53 Jahre alte Unternehmerin vor dem Landgericht. Sie betonte noch einmal, vorab nichts von der Entführung in der Silvesternacht 2023/24 gewusst zu haben.

Block räumte aber ein, dass es bereits bei dem ersten Gespräch mit dem mutmaßlichen Chef der Entführer, David Barkay, um die Kinder gegangen sei – aber nur um die Beschaffung von Informationen, die im Sorgerechtsstreit helfen sollten. Zu Prozessbeginn hatte sie ausgesagt, Barkays Sicherheitsfirma habe sich zu Beginn nur um die Cybersicherheit in der Block-Gruppe kümmern sollen. Das hatte Barkay in seiner Zeugenaussage als unwahr bezeichnet.

Seine Aussage habe die Erinnerung an das erste Gespräch mit ihm zurückgebracht, sagte Block. Ihre Erklärung soll auch noch den nächsten Verhandlungstag am Mittwoch in Anspruch nehmen. Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter in der Silvesternacht 2023/24 nach einem langen Sorgerechtsstreit vom Wohnort des Vaters in Dänemark nach Deutschland zu entführen.

Nicht nur Block sagte am 72. Prozesstag aus – sondern auch die Verteidiger gaben eine Stellungnahme zur sogenannten Selbstleseliste ab. Nichts aus diesen Hunderten Dokumenten lasse auch nur im Ansatz den Schluss zu, dass sein Mandant überhaupt eine Kenntnis von der geplanten Aktion in der Silvesternacht gehabt habe, sagte der Verteidiger des Ex-Sportmoderators Gerhard Delling, David Rieks. Delling, dem Beihilfe vorgeworfen wird, ist der Lebensgefährte der ebenfalls angeklagten Mutter der Kinder, Christina Block.

In dem Selbstleseverfahren waren zahlreiche Unterlagen zu unterschiedlichen Themen den Beteiligten nicht öffentlich zur Kenntnis gegeben worden. Auch Blocks Verteidiger Ingo Bott betonte, die Dokumente zeigten, Frau Block sei in die Pläne nicht eingeweiht gewesen: „Die Silvesteraktion trägt nicht die Handschrift von Frau Block.“ Hätte sie gewusst, was die Täter vorhatten, wäre sie dazwischen gegangen.

Der Fall Block hat eine lange Vorgeschichte. Der Vater Stephan Hensel hatte seine beiden Kinder nach einem Wochenendbesuch Ende August 2021 nicht wie vereinbart zu seiner Ex-Ehefrau Christina Block nach Hamburg zurückgebracht. Viele gegenseitige Vorwürfe und ein langer Sorgerechtsstreit folgten.

Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort des Vaters in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“ beteuert ihre Unschuld. Insgesamt gibt es in dem Prozess, der bereits im Juli 2025 begann, sieben Angeklagte. Nur ein 37-Jähriger aus Israel hat die Vorwürfe eingeräumt. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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