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Startseite»Politik»Bilger drängt auf Wiedereinführung der Familienreservierung bei der Bahn
Politik

Bilger drängt auf Wiedereinführung der Familienreservierung bei der Bahn

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 13.09.2026 • 09:52 Uhr

Wenn Familien bei der Bahn zusammen Sitzplätze reservieren, dann ist das seit Juni 2025 teurer. Verkehrsminister Bilger drängt nun auf die Wiedereinführung der Familienreservierung.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger setzt sich laut einem Bericht für die Wiedereinführung der vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen der Bahn ein. „Wir sind mit der Bahn dazu im Gespräch“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Deutsche Bahn hatte die Familienreservierung im Juni 2025 abgeschafft. Bis dahin konnten Familien für 10,40 Euro bis zu fünf Sitzplätze gemeinsam reservieren. Seitdem muss für jeden Platz einzeln bezahlt werden, was die Kosten für Familien deutlich erhöhen kann. Die Entscheidung hatte massive Kritik von Politik und Fahrgastverbänden ausgelöst. Eine vom Verkehrsclub Deutschland gestartete Petition für die Wiedereinführung unterzeichneten mehr als 128.000 Menschen.

Bilger kritisierte Entscheidung

Bilger sagte, wegen des Wegfalls der Familienreservierung gebe es „zurecht viel Unzufriedenheit“. „Deswegen habe ich es damals auch kritisiert.“ Bilger ist erst seit Ende Juli Bundesverkehrsminister. Auch an der Bahnspitze hatte es seit der Entscheidung im Juli 2025 einen Wechsel gegeben. Seit Ende September 2025 führt Evelyn Palla den Konzern.

„Völlig unzureichend“

Den aktuellen Zustand der Bahn bezeichnete Bilger als „völlig unzureichend“. Die Probleme bei Bahn und Verkehrsinfrastruktur sah der CDU-Politiker auch als einen Faktor für die Unzufriedenheit der Bürger. „Da sehe ich schon einen gewissen Zusammenhang“, sagte er auf die Frage nach einem möglichen Zusammenhang mit dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Seit seinem Amtsantritt werde er am häufigsten auf die Probleme bei der Bahn angesprochen. Auch lange Bauzeiten bei Verkehrsprojekten sorgten für Unzufriedenheit.

Die Investitionen in Sanierung und Erhalt würden aber langfristig die Pünktlichkeit verbessern, auch wenn Baustellen zunächst zu weiteren Verspätungen führten. Nach Abschluss der Arbeiten werde dies zu mehr Pünktlichkeit führen, zeigte sich Bilger überzeugt.

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