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China bereitet sich auf „Dolphin“ vor

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zehntausende evakuiertChina bereitet sich auf Taifun „Dolphin“ vor

Boote suchen in einem Hafen in Wenling in der ostchinesischen Provinz Zhejiang Schutz vor dem Taifun „Dolphin“. (Foto: picture alliance/dpa/Xinhua)

Der Osten Chinas bereitet sich auf den absoluten Ausnahmezustand vor. Behörden geben die Taifun-Warnung der höchsten Stufe heraus. Zehntausende Menschen werden evakuiert, tausende Flüge gestrichen. „Dolphin“ bewegt sich auf die Küste des Landes zu.

Vor der erwarteten Ankunft des Taifuns „Dolphin“ im dicht besiedelten Osten Chinas sind bereits mehr als 1000 Flüge gestrichen worden, zehntausende Menschen wurden evakuiert. Chinas Nationales Meteorologisches Zentrum gab eine Taifun-Warnung der höchsten Stufe heraus. „Dolphin“ hatte in den vergangenen Tagen bereits heftigen Regen und starke Winde über die japanische Insel Okinawa gebracht, sieben Menschen wurden verletzt.

Es wird erwartet, dass „Dolphin“ in Zhejiang oder der benachbarten Provinz Fujian auf Land treffen wird. Chinas Nationales Meteorologisches Zentrum prognostizierte „außergewöhnlich heftigen Starkregen“ in einigen Gebieten in Zhejiang. Auch in Shanghai und Teilen der Provinzen Fujian, Anhui und Jiangsu wird demnach bis Montagnachmittag starker Niederschlag erwartet.

Die chinesischen Behörden trafen umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen. In Fujian wurden am Samstagabend fast 99.000 Menschen aus „Risikogebieten“ evakuiert, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Der Fährverkehr auf mehr als 200 Strecken in Zhejiang und Fujian sei eingestellt worden.

Zudem wurden Arbeiter von Bohrinseln in Sicherheit gebracht und Schiffe zurück in die Häfen beordert. Allein im Hafen von Shanghai mussten mehr als 500 Schiffe Schutz suchen, wie die städtische Seefahrtbehörde mitteilte. 

Verkehr komplett ausgesetzt

Dem Staatssender CCTV zufolge wurden am Sonntag fast 1400 Flüge von und zu den beiden wichtigsten Passagierflughäfen Shanghais gestrichen. Am Flughafen von Hangzhou in der nahegelegenen Provinz Zhejiang wurden demnach 270 ankommende und abfliegende Flüge gestrichen. Auch Zugverbindungen wurden am Sonntag ausgesetzt.

Daneben war auch Taiwan betroffen: Hier wurden Dutzende Fährverbindungen eingestellt und mehr als 180 Flüge gestrichen. Im Norden der Insel brachte „Dolphin“ am Sonntag Starkregen und starke Winde mit sich.

Vor zwei Wochen war Taifun „Noul“ mit starkem Wind und heftigen Regenfällen über einen Teil Südchinas hinweggezogen. Bevor „Noul“ in China auf Land traf, war er über die Philippinen hinweggezogen, drei Menschen kamen ums Leben.

Quelle: ntv.de, kaz/AFP/rts

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