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Startseite»Politik»Ebola-Ausbruch in Demokratischer Republik Kongo bestätigt
Politik

Ebola-Ausbruch in Demokratischer Republik Kongo bestätigt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 15, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 15.05.2026 • 15:27 Uhr

In der Demokratischen Republik Kongo ist ein Ausbruch des Ebola-Virus bestätigt worden. Mehr als 200 Verdachtsfälle und mehrere Todesfälle wurden gemeldet. Es soll sich um eine weniger bekannte Art der Infektionskrankheit handeln.

In der Demokratischen Republik Kongo ist das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen. Bislang seien 13 Ebola-Fälle von einem Labor in der Hauptstadt Kinshasa bestätigt worden. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC teilte mit, es gebe 246 Verdachtsfälle sowie 65 gemeldete Todesfälle.

Vier der Todesfälle in der abgelegenen Provinz Ituri seien durch Labortests als Ebola-Infektionen bestätigt worden, erklärte die Africa CDC. Ituri grenzt im Nordosten des Landes an Uganda.

Erste Laborergebnisse deuteten darauf hin, dass es sich nicht um den am häufigsten vorkommenden Zaire-Ebolavirus handele, gegen den es mittlerweile einen Impfstoff gibt, sondern um eine andere Art des Virus. Ergebnisse einer Sequenzierung, um den Stamm weiter zu charakterisieren, werden laut Africa CDC innerhalb der nächsten 24 Stunden erwartet.

Karte der Demokratischen Republik Kongo mit der Hauptstadt Kinshasa und der Povinz Ituri.

Tropenmediziner prophezeit „katastrophalen“ Verlauf

„Wenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal“, sagte Maximilian Gertler, Tropenmediziner der Berliner Charité, der bereits selbst mehrfach bei Ebola-Ausbrüchen im Einsatz war. Angesichts von fast 250 Verdachtsfällen müsste der Ausbruch seit Monaten unentdeckt vorangeschritten sein, falls sich die Zahlen bestätigen: „Vermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend.“

Da sich der Ausbruch der tödlichen Fieberkrankheit nun in einer städtischen Grenzregion mit intensiven Bevölkerungsbewegungen befinde, äußerte sich auch die Gesundheitsbehörde CDC besorgt über das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Virus. Auch die räumliche Nähe der betroffenen Gebiete zu Uganda und dem Südsudan gebe Anlass zur Sorge.

Eine dringende Sitzung zur Koordinierung mit Gesundheitsbehörden aus dem Kongo, Uganda und dem Südsudan sowie internationalen Gesundheitsorganisationen sei daher einberufen worden, teilte die CDC mit. Im Mittelpunkt der Beratungen sollen die Krisenbewältigung, die grenzüberschreitende Koordinierung, Laborunterstützung, Infektionsprävention, sichere Bestattungen sowie die Mobilisierung von Ressourcen stehen.

Ebola verläuft häufig tödlich

In dem zentralafrikanischen Land wurden zuletzt im September 2025 Ebola-Fälle bekannt. Der damalige Ausbruch, bei dem mehr als 40 Menschen starben, ereignete sich in der Provinz Kasaï im Südwesten des Landes und wurde drei Monate später für beendet erklärt. Es handelte sich um den insgesamt 16. Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo seit 1976.

Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Wenn Infizierte nicht sofort behandelt werden, liegt die Sterblichkeit nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei bis zu 90 Prozent. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einem Ausbruch in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.

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