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Ein einziger Atemzug – Apnoetaucher verpasst Rekord nur knapp

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Bewusstlos unter der Oberfläche85 Meter – Apnoetaucher verpasst Rekord im Starnberger See nur knapp

Helfer müssen den Apnoetaucher Minja Marinković im Starnberger See bergen und kurzzeitig beatmen. Kurz danach ist er wieder wohlauf. (Foto: picture alliance/dpa)

Er hat versucht, einen fünfzehn Jahre alten Rekord zu brechen und tauchte dafür 85 Meter in die Tiefe eines deutschen Sees. Den Titel verpasste der Apnoetaucher Minja Marinković allerdings beim Auftauchen. Davon lässt er sich jedoch nicht beirren – er möchte es zeitnah nochmal probieren.

Die Spannung war groß – doch der Apnoetaucher Minja Marinković hat den neuen deutschen Tiefenrekord in einem See ganz knapp verfehlt. Der 29-Jährige tauchte im Starnberger See an der Allmannshauser Steilwand mit einem Atemzug auf die angestrebten 85 Meter ab. Doch beim Auftauchen aus dem gut dreiminütigen Tauchgang wurde er kurz vor der Oberfläche in etwa drei Metern Tiefe ohnmächtig – damit zählt der Rekord nicht.

Bei der Rückkehr ans Ufer wurde er dennoch mit viel Applaus begrüßt – wäre der Rekord gewertet worden, wäre er der Erste in Deutschland gewesen, der in einen See diese Tiefe erreicht. Es gehe ihm gut, es sei nicht dramatisch, sagte er kurz nach dem Tauchgang. Dass man scheitere, „das gehört zum Sport“. Er werde es wieder versuchen.

Rekord zählt nur bei Bewusstsein

Die große Herausforderung in Seen sind die Dunkelheit und die Kälte von 4 Grad. Der bisherige deutsche Rekord in der Disziplin lag bei 80 Metern und stammte aus dem Jahr 2011. Im Meer wurden schon größere Tiefen erreicht. Marinković wurde von einem Sicherungstaucher sicher nach oben gebracht, kurzzeitig Mund-zu-Nase beatmet und bekam dann Sauerstoff. Er war jedoch gleich wieder bei Bewusstsein.

Drei Sicherungstaucher und eine Ärztin hatten den Versuch begleitet. Wettkampfrichter des Apnoe-Tauch-Verbandes Aida International konnten Marinković den Rekord nicht bestätigen. Denn Voraussetzung ist unter anderem, dass der Taucher aus eigener Kraft nach oben kommt und bei Bewusstsein ist.

Die Hauptgefahr beim Freitauchen ist Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel. Wettkämpfe finden deshalb unter streng kontrollierten Bedingungen statt, mit Sonar, Gegengewichtssystem und mehreren Sicherungstauchern.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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