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Startseite»Politik»Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf
Politik

Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 08.06.2026 • 01:00 Uhr

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine wollen wieder Bewegung in die stockenden Bemühungen um ein Ende des Kriegs bringen. Nach einem Treffen riefen sie Russland nun zu Verhandlungen und einer Waffenruhe auf.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Ukraine haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer sofortigen Waffenruhe und Verhandlungen über ein Ende des Krieges aufgerufen. Ausgangspunkt dafür soll die derzeitige Frontlinie in der Ukraine sein. Die USA sowie Europa sollten „aktiv“ an den Gesprächen beteiligt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die Kanzler Friedrich Merz, Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Keir Starmer und Präsident Wolodymyr Selenskyj nach ihrem Treffen in London veröffentlichten.

Darin nennen sie fünf Voraussetzungen für einen „gerechten und dauerhaften Frieden“. So wird ein Ende der Kampfhandlungen gefordert: Putin soll einer „sofortigen und vollständigen Waffenruhe“ zustimmen.

Die derzeitige Frontlinie soll zwar Ausgangspunkt für die Verhandlungen sein – die Ukraine und die Europäer pochen aber gleichzeitig darauf, dass internationale Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürften. Knapp ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets ist derzeit unter russischer Kontrolle. Das Recht der Ukraine, ihre eigenen Sicherheitsvorkehrungen und Bündnisse zu wählen, müsse zudem „uneingeschränkt“ geachtet werden.

Sicherheitsgarantien gefordert

Weiter fordern die Länder „robuste und rechtsverbindliche“ Sicherheitsgarantien für die Ukraine, sobald eine Waffenruhe in Kraft trete. Dazu gehöre der Einsatz einer multinationalen Truppe.

Auch blieben die russischen Vermögenswerte so lange eingefroren, bis Russland seinen Krieg beendet und die Ukraine für die verursachten Schäden abfindet. In der Europäischen Union sind etwa 210 Milliarden Euro der russischen Zentralbank festgesetzt.

Die europäischen Sicherheitsinteressen müssten in jedem Abkommen gewahrt werden, heißt es in dem Statement zudem. Verhandlungsergebnissen, die EU und NATO betreffen, müssten die Mitgliedstaaten zustimmen.

Weitere militärische Unterstützung zugesichert

Die Europäer sicherten Selenskyj auch weitere militärische Unterstützung zu. Darüber solle bei den im Juni und Juli stattfindenden Gipfeltreffen der G7 und der NATO sowie beim nächsten Treffen der „Koalition der Willigen“ gesprochen werden, in der sich die Verbündeten der Ukraine zusammengeschlossen haben.

Die Staats- und Regierungschefs betonten die dringende Notwendigkeit, die Raketenabwehr und die Verfügbarkeit weitreichender Waffen zu stärken. Sie erörterten zudem, „wie das Bündnis von der Kampferfahrung der Ukraine lernen kann und wie die langfristige industrielle Zusammenarbeit mit der Ukraine ausgebaut werden kann, um die eigene Verteidigung Europas zu stärken“.

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