Fahrer wohl eingeschlafenZwölf Menschen sterben bei Busunfall in Ungarn
Auf einer Autobahn in Ungarn kommt ein polnischer Reisebus von der Fahrbahn ab und stürzt in einen Graben. Mehrere Menschen sterben, einige werden unter dem tonnenschweren Fahrzeug eingeklemmt. Ersten Erkenntnissen zufolge ist der Fahrer am Lenkrad eingeschlafen.
Bei einem Unfall eines Reisebusses aus Polen sind im Osten Ungarns mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Mehrere weitere Reisende erlitten Verletzungen, wie die ungarische Polizei in der Bezirkshauptstadt Miskolc mitteilte. Der Bus war auf der Autobahn M3 bei Mezökeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer bei der Fahrt in der Nacht am Lenkrad eingeschlafen. Die Behörde nahm ihn anschließend fest.
Nach ersten Angaben der ungarischen Polizei befanden sich 57 Fahrgäste und zwei Fahrer im Bus. Mehrere Fahrgäste waren unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Neben schwerem Gerät der Polizei kamen auch zivile Kräne zum Einsatz, um den 24 Tonnen schweren Bus zu bergen. Bis die Kräne eingetroffen sind, versuchen Feuerwehrleute, die Hinterachse mit einer Seilwinde anzuheben, um die darunter liegenden Personen zu befreien. Ein Rettungsflugzeug aus Polen wurde ebenfalls zum Unfallort geschickt.
Dem ungarischen Premierminister Peter Magyar zufolge gab es neben den zwölf Todesopfern auch mindestens zehn Schwerverletzte. Diese wurden in nahegelegene Krankenhäuser eingeliefert. Der Regierungschef sprach den Familien der Opfer sein tiefstes Beileid aus.
Die Behörden der Woiwodschaft Karpatenvorland teilten nach Angaben der Agentur PAP mit, dass eine Pilgergruppe aus dem Karpatenvorland mit dem verunglückten Reisebus auf dem Rückweg aus Bosnien und Herzegowina gewesen sei. Der polnische Präsident Karol Nawrocki zeigte sich erschüttert. „Im Angesicht dieser unvorstellbaren Tragödie, die uns alle berührt, bin ich im Gebet und tiefsten Mitgefühl mit den Familien und Nächsten der Opfer verbunden“, schrieb der 43-Jährige bei X.
