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Startseite»Nachrichten»Festnahmen nach tödlichem Geisterfahrer-Unfall in England
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Festnahmen nach tödlichem Geisterfahrer-Unfall in England

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 25, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Kein TikTok-Trend“Festnahmen nach tödlichem Geisterfahrer-Unfall in England

Polizisten sind am Ort eines tödlichen Unfalls in South Bank in der Nähe von Middlesbrough im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

In England sterben sieben Männer durch einen Geisterfahrer-Unfall, vier waren polizeibekannt, zwei waren Polizisten. Die Behörden vermuteten einen Internet-Trend, dieser Verdacht hat sich jedoch nicht erhärtet. Trotzdem wurden im Zusammenhang mit dem Unfall zwölf Personen festgenommen.

Nach einem tödlichen Geisterfahrer-Unfall im Nordosten Englands am Wochenende hat die britische Polizei zwölf Menschen festgenommen. Es gebe jedoch keine Hinweise, dass der Vorfall zum Zweck der Veröffentlichung im Onlinedienst TikTok gefilmt worden sei, teilte die Polizei in der Region Cleveland am Montag mit. Zuvor hatten die Behörden vor einem gefährlichen Internet-Trend unter Jugendlichen gewarnt, Videos von rücksichtslosem Fahren hochzuladen.

Bei einer Verfolgungsjagd waren am Samstag fünf junge Männer im Alter zwischen 17 und 23 Jahren sowie zwei Polizisten ums Leben gekommen, als ein von der Polizei verfolgtes Auto auf der Gegenfahrbahn einer Schnellstraße mit einem Polizeifahrzeug zusammenstieß.

Laut Polizei verfolgten die Beamten zwei Fahrzeuge mit gefälschten Nummernschildern, als sich der tödliche Unfall ereignete. Neun Männer und drei Frauen seien unter anderem unter dem Verdacht der Mitgliedschaft in einer organisierten kriminellen Vereinigung und des Waffenbesitzes festgenommen worden. Vier der Insassen in dem verunglückten Auto seien polizeibekannt gewesen.

Britische Regierung kommuniziert mit Tik-Tok

Der Unfall ereignete sich eine Woche, nachdem in Irland fünf Teenager ums Leben gekommen waren, als sie mit einem Auto in falscher Fahrtrichtung unterwegs waren und frontal mit einem anderen Auto zusammenstießen. Irlands Polizeichef Justin Kelly hatte erklärt, was „dieses rücksichtslose Verhalten noch empörender macht, ist die Tatsache, dass es in einigen Fällen für soziale Medien begangen wird.“

Der britische Premier Andy Burnham sagte am Montag während seines Besuchs in der Ukraine, „jeder, der gefährliches Fahren glorifiziert, macht etwas, das zutiefst verwerflich und nicht hinnehmbar ist“. Die britische Regierung teilte mit, sie habe das Thema gegenüber den Betreibern von Internet-Plattformen, darunter TikTok, angesprochen.

Die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom erklärte, Plattformen müssten „den Zugang von Minderjährigen zu gewalttätigem Material und Inhalt, der für gefährliche Challenges wirbt, minimieren.“

„Lage gerät außer Kontrolle“

Die britische Autobahngesellschaft National Highways teilte mit, in den zwölf Monaten bis zum Mai hätten sich 947 Geisterfahrer-Unfälle ereignet, etwas weniger als in dem gleichen Zeitraum zuvor. Laut der „Irish Times“ gab es in diesem Jahr bislang 62 solcher Unfälle, im Vergleich waren es nur 47 im Vorjahr für denselben Zeitraum, was ein Anstieg von 32 Prozent ist.

„Die Lage gerät offensichtlich völlig außer Kontrolle“, erklärte die irische Polizeigewerkschaft GRA. Polizisten dürften Fahrzeuge, die auf Schnellstraßen in Gegenrichtung unterwegs seien, nicht verfolgen. TikTok erklärte, Inhalte die schwere Verletzungen zur Folge haben könnten, seien auf der Plattform streng verboten und würden entfernt.

Quelle: ntv.de, kaz/AFP

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