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Startseite»Politik»Firmenpleiten in Deutschland auf höchstem Stand seit 2013
Politik

Firmenpleiten in Deutschland auf höchstem Stand seit 2013

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 11.09.2026 • 14:21 Uhr

Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland auf den höchsten Stand seit 2013 gestiegen. Gleichzeitig gibt es aber auch besonders viele Neugründungen von Start-up-Unternehmen.

Trotz einer zuletzt gestiegenen gesamtwirtschaftlichen Erholung bleiben die Firmenpleiten in Deutschland auf hohem Niveau. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes für das erste Halbjahr 2026 hervor, die heute veröffentlicht wurden. Danach sind die Firmenpleiten in Deutschland im ersten Halbjahr auf den höchsten Stand seit 13 Jahren gestiegen.

Konkret meldeten die Amtsgerichte 12.812 beantragte Unternehmens-Insolvenzen und damit 6,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine höhere Zahl gab es in einem ersten Halbjahr zuletzt 2013 mit 13.253 Fällen. Betroffen waren diesmal vor allem Firmen aus den Branchen Verkehr und Lagerei, gefolgt vom Gastgewerbe und dem Bau.

Kosten und Bürokratie sowie schwache Konjunktur sind Gründe

„Die schon lange schleppende Binnenkonjunktur, hohe und weiter steigende Kosten für Energie und Arbeit sowie überbordende Bürokratie nehmen vielen Unternehmen die Luft“, sagte der Mittelstandsexperte der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Marc Evers. Im Juni allein hätten so viele Betriebe ihre Pforten schließen müssen wie seit 14 Jahren nicht mehr. Um von solchen Negativrekorden wegzukommen, müsse die Bundesregierung die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wieder in den Fokus rücken und Reformen rasch umsetzen.

Zugleich gibt es aber auch einen Gründungsboom: Zwischen Januar und Juni wurden 3.053 Start-ups neu gegründet – so viele wie noch nie und 52 Prozent mehr als im vorangegangenen Halbjahr, wie der Startup-Verband mitteilte.

DAX stabilisiert sich

Zum Wochenschluss startet der DAX derweil einen Erholungsversuch. Der deutsche Leitindex, der noch am Vortag bis auf 25.361 Punkte zurückgefallen war, hat am frühen Nachmittag wieder die Marke von 25.500 Punkten überschritten – ein Plus von rund 0,4 Prozent. Zins- und Inflationssorgen hatten den DAX seit Ende August um über 1.000 Punkte nach unten gezogen. Auf Wochensicht deutet sich ein Minus von gut zwei Prozent an.

Auch die Rentenmärkte tendierten zuletzt schwächer, die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen ist auf 3,51 Prozent gestiegen.

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