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Startseite»Nachrichten»Für 100.000 Dollar im Monat: Erste Kunden zahlen für umstrittenen Schnellzugang zu Trumps Online-Beiträgen
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Für 100.000 Dollar im Monat: Erste Kunden zahlen für umstrittenen Schnellzugang zu Trumps Online-Beiträgen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Für 100.000 Dollar im MonatErste Kunden zahlen für umstrittenen Schnellzugang zu Trumps Online-Beiträgen

Trumps Online-Plattform Truth Social schreibt bisher rote Zahlen. (Foto: picture alliance / AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)

Wichtige Ankündigungen zu Politik und Wirtschaft veröffentlicht Trump gerne über seine Plattform Truth Social. Wer seine Beiträge noch früher lesen will, kann sich für 100.000 Dollar im Monat einen Schnellzugang sichern. Erste Kunden greifen offenbar zu.

Donald Trumps Online-Netzwerk Truth Social hat bereits mehr als zehn Kunden für einen umstrittenen Schnellzugang zu Beiträgen des US-Präsidenten gewonnen. Dabei handelt es sich größtenteils um Firmen, die auf superschnellen Handel an Börsen und Finanzmärkten spezialisiert sind. Sie zahlen dafür meist zwischen 60.000 und 100.000 US-Dollar pro Monat (rund 52.000 bis 86.600 Euro), wie der amtierende Chef der Truth-Social-Mutter TMTG, Kevin McGurn, in einer Telefonkonferenz sagte. Man sei in Gesprächen mit weiteren potenziellen Kunden etwa aus dem KI-Bereich.

Trump nutzt Truth Social routinemäßig für wichtige Ankündigungen – etwa zu Zöllen oder militärischen Konflikten. Ein früherer Zugang zu solchen Beiträgen bei dem Online-Netzwerk kann für Investoren ein Marktvorteil sein. Der Plan, den Schnellzugang zu Posts von Trump und anderer wichtiger Nutzer unter dem Namen Truth API zu vermarkten, löste deswegen zum Teil heftige Kritik in den USA aus. Auch der bereits in Medienberichten genannte Preis von bis zu 100.000 Dollar monatlich trug dazu bei. Dem „Wall Street Journal“ zufolge sinkt der Preis auf 60.000 Dollar bei länger laufenden Verträgen.

Im Raum steht auch die Frage, ob mit dem Angebot der Zugang zu offiziellen Regierungsinformationen privatisiert wird. Wie viel schneller die Beiträge zahlende Kunden dabei erreichen, ist nicht offiziell bekannt. In der Welt des automatisierten Handels können aber auch schon wenige Bruchteile einer Sekunde einen Unterschied ausmachen.

Für TMTG (Trump Media & Technology Group) könnte das eine lukrative neue Erlösquelle werden. Im vergangenen Quartal legte der Umsatz im Jahresvergleich zwar um 89 Prozent zu – erreichte dabei aber gerade einmal 1,7 Millionen Dollar. Durch einen Wertverlust bei Investitionen etwa in Digitalwährungen stand unterm Strich ein Verlust von 238,1 Millionen Dollar in den Büchern, nach einem Minus von 20 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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