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Startseite»Nachrichten»„Fußball ist Einheit“: Nach Rücktrittsforderungen besucht Infantino ultrarechten Präsidenten
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„Fußball ist Einheit“: Nach Rücktrittsforderungen besucht Infantino ultrarechten Präsidenten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Fußball ist Einheit“

Nach Rücktrittsforderungen besucht Infantino ultrarechten Präsidenten

Besonders die Europäer sind gerade nicht gut auf Gianni Infantino zu sprechen. Mit Norwegen fordert mittlerweile der erste WM-Teilnehmer offen seinen Rücktritt. Und was macht der FIFA-Boss? Der reist nach Kolumbien und kommentiert die Vorgänge nicht weiter.

FIFA-Präsident Gianni Infantino ist inmitten der anhaltenden Krise rund um den Fußball-Weltverband nach Kolumbien geflogen, um der Amtseinführung des ultrarechten Präsidenten Abelardo de la Espriella beizuwohnen. Der Schweizer reiste gemeinsam mit CONMEBOL-Präsident Alejandro Dominguez, einem engen Verbündeten Infantinos in Südamerika, in die kolumbianische Stadt Cali. Bilder der Ankunft veröffentlichte der kolumbianische Fußballverband.

Der Besuch in Kolumbien erfolgt mitten im Machtkampf der FIFA – ausgelöst durch die gescheiterten Pläne Infantinos, WM-Anteile an private Investoren zu verkaufen. Kritik daran gab es besonders von der UEFA, die weiterhin an einem möglichen Boykott der Weltmeisterschaft festhält.

Verband fordert Infantino zum sofortigen Rücktritt auf

Infantino, der auch anderen Politikern aus dem rechten Spektrum wie dem US-Präsidenten Donald Trump nahesteht, besuchte in Kolumbien zudem im Rahmen eines Kinderfußballfestivals einen Sportkomplex. „Es ist eine Freude, heute hier zu sein“, sagte er bei dem Termin. Zudem betonte er die positiven Werte des Sports: „Fußball ist Freude, Fußball ist Glück, Fußball ist Einheit.“ Die Frage eines Journalisten, ob er die Probleme innerhalb der FIFA für beendet halte, beantwortete Infantino nicht.

Die Einheit herrscht derweil nicht in seinem Weltverband. Der norwegische Fußballverband um Präsidentin Lise Klaveness forderte Infantino zum sofortigen Rücktritt auf. Dies sei Resultat einer gemeinsamen Sitzung, berichtete Klaveness dem britischen „Guardian“. „Wir haben beschlossen, dass wir Infantino nicht mehr vertrauen.“ Der Schweizer steht nach dem geplatzten Investorendeal so sehr in der Kritik wie noch nie in seinen gut zehn Jahren als Präsident.

„Wir waren ständig besorgt, und jedes Jahr, in jeder Phase des Jahres, gab es einen weiteren besorgniserregenden Schritt. Das Vertrauen ist nun endgültig weg, für Infantino gibt es kein Zurück mehr“, sagte Klaveness, die von Ex-Präsident Sepp Blatter bereits als mögliche Nachfolgerin Infantinos gehandelt wurde. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem außergewöhnliche Maßnahmen erforderlich sind, um einen dauerhaften Wandel herbeizuführen“, sagte sie.

Verwendete Quellen: ntv.de, ses/sid/dpa

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