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Startseite»Nachrichten»Gelassen an die Arbeit gehen: Nach längerer Auszeit: So gelingt der Wiedereinstieg im Job
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Gelassen an die Arbeit gehen: Nach längerer Auszeit: So gelingt der Wiedereinstieg im Job

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Gelassen an die Arbeit gehenNach längerer Auszeit: So gelingt der Wiedereinstieg im Job

Langsam wieder ankommen: Nach einer Auszeit sollte man sich erst einmal nur wenige Termine vornehmen. (Foto: dpa)

Ob nach einer Elternzeit, einer schweren Krankheit oder einer Phase der Arbeitslosigkeit: Oft fällt nach einer Pause die Rückkehr in den Beruf schwer. Ein Experte hat Tipps für Rückkehrer.

Wer nach einer längeren Pause in den Beruf zurückkehrt, sollte den Kalender in der ersten Woche möglichst von großen Meetings frei halten. Dazu rät Alex Dugnist, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.

Dann könne man in Ruhe Unterlagen sichten, sich langsam einarbeiten und stufenweise an die Wiedereingliederung gewöhnen. Das schafft Luft, um ganz in Ruhe und ohne Hektik wieder im Berufsalltag anzukommen, so der leitende Oberarzt an der Median Rhein-Haardt-Klinik Bad Dürkheim.

Vorfreude, aber auch Selbstzweifel

Ob nun eine Elternzeit, eine längere Krankheit, Arbeitslosigkeit oder eine Auszeit der Grund für die Pause war: Dass der Wiedereinstieg in den Beruf eine große Umstellung ist, ist normal. Neben Vorfreude können sich auch andere Gefühle zeigen. Etwa Nervosität, Selbstzweifel oder die Sorge, dass man den beruflichen Anforderungen nicht gewachsen ist.

Ein häufiger Denkfehler beim Wiedereinstieg sei die Erwartung, dass man am ersten Tag sofort bei 100 Prozent starten müsse. Viele Rückkehrer muten sich zu Beginn zu viel zu und überfordern sich schnell, so Alex Dugnist. Auch die Vorstellung, sofort wieder fehlerfrei funktionieren zu müssen, baue schon vor dem Start immense Barrieren auf und erzeuge Stress. Stattdessen sollte man lieber Druck herausnehmen.

Einstieg vorbereiten

Während einer längeren Abwesenheit können sich auch gewohnte Abläufe sowie das soziale Gefüge verändern – weil neue Prozesse eingeführt wurden oder ein Team umstrukturiert wurde, oder weil vertraute Ansprechpartner die Firma verlassen haben. Dies könne ein Gefühl der Entfremdung erzeugen, so der Facharzt. Die alte Rolle passe dann plötzlich nicht mehr. Die Folge: Was früher intuitiv funktionierte, erfordert plötzlich bewusste Anstrengung.

Der Schlüssel, damit der Neubeginn trotzdem gelassen gelingt, liegt in einer guten Vorbereitung. So rät Alex Dugnist, dass man schon einige Tage vor dem Start den Tagesrhythmus an die künftigen Arbeitszeiten anpasst, damit sich der Körper daran gewöhnen kann.

Auch ein kurzes, informelles Telefonat mit Kollegen oder Vorgesetzten einige Tage vorher kann hilfreich sein. So lassen sich erste Fragen klären. Dies könne die Ungewissheit nehmen und eine Brücke bauen, so der Experte.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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