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Startseite»Nachrichten»Hapag-Lloyd will Huthis trotzen und öfter durchs Rote Meer fahren
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Hapag-Lloyd will Huthis trotzen und öfter durchs Rote Meer fahren

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Ergebnisprognose angehobenHapag-Lloyd will Huthis trotzen

Ein Schiff der Reederei im Hamburger Hafen. (Foto: picture alliance / Manfred Segerer)

Sowohl der Krieg der USA mit dem Iran als auch die Attacken der Huthi-Miliz halten die internationale Schifffahrt in Atem. Die Reederei Hapag-Lloyd sieht jedoch schwindende Risiken und will ihre Transporte im Roten Meer wieder verstärken.

Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd will ihre Fahrten durch das Rote Meer und den Suezkanal langsam wieder hochfahren. Die Lage dort sei inzwischen etwas besser als zu Beginn des Jahres, sagte Reedereichef Rolf Habben Jansen in Hamburg. „Außerdem ist es schon lange her, dass es einen Zwischenfall mit einem Containerschiff gab, und deshalb erwägen wir, das Volumen der dort abgewickelten Transporte schrittweise, aber stetig zu erhöhen.“ Hapag-Lloyd werde die Sicherheitslage aber sehr genau beobachten.

Die radikalislamische Huthi-Miliz hatte Mitte November 2023 vom Jemen aus begonnen, insbesondere im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab, Handelsschiffe anzugreifen. Nach Angaben der Vereinten Nationen attackierten sie mindestens 130 internationale Schiffe. Die Folge: Reedereien mussten einen langen Umweg fahren und über das Kap der Guten Hoffnung ausweichen.

Ganz anders sehe die Lage jedoch in der von Iran weiter blockierten Straße von Hormus aus. „Natürlich hoffen wir, dass sich die Lage dort bald entspannt, aber soweit sind wir noch nicht“, sagte Habben Jansen. Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran war die Schifffahrt in der Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört verlaufen.

Insgesamt blickt die fünftgrößte Reederei der Welt auf ein solides zweites Quartal. Das Konzernergebnis sei im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar auf 71 Millionen Euro zurückgegangen. Doch seien nach einem unbefriedigenden Jahresauftakt die Transportmengen und Spotraten im zweiten Quartal deutlich gestiegen. Vor allem starke Exporte aus Asien und eine verbesserte Nachfrage in den USA hätten dazu beigetragen, erhebliche Kostenbelastungen in Höhe von knapp 520 Millionen Euro infolge des Nahost-Konflikts auszugleichen.

Angesichts des verbesserten Marktes hatte Hapag-Lloyd bereits Mitte Juli seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Der Konzerngewinn vor Abzug von Zinsen und Steuern (EBIT) werde nun wohl in einer Bandbreite zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Euro liegen. Die Reederei schränkte jedoch ein, dass die Prognose wegen der sehr volatilen Entwicklung der Frachtraten sowie des Nahost-Konflikts mit erheblichen Unsicherheiten behaftet sei.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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