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Startseite»Nachrichten»Hat seinen Vater umgebracht: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter von Washington fest
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Hat seinen Vater umgebracht: Polizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter von Washington fest

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Hat seinen Vater umgebrachtPolizei nimmt mutmaßlichen Brandstifter von Washington fest

Der 37-Jährige ist bei den Ermittlern kein Unbekannter. (Foto: Spokane County Sheriff’s Office)

In Washington brennen Wälder und ganze Straßenzüge, Tausende müssen vor den Flammen fliehen. Jetzt fassen Polizisten einen Verdächtigen. Ein Zeuge will ihn beim Legen des verheerenden Brandes beobachtet haben.

Die Polizei im US-Bundesstaat Washington hat einen Mann festgenommen, der für die verheerenden Waldbrände in und um Spokane verantwortlich sein soll. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der 37 Jahre alte Aaron F. Farinacci gleich nach seiner Festnahme am Montag in ein Gefängnis gebracht, wo er jetzt auf seinen Prozess wartet.

Der Mann ist für die Ermittlungsbehörden kein Unbekannter. Farinacci soll sich Gerichtsakten aus Arizona zufolge 2012 der fahrlässigen Tötung und der schweren Körperverletzung schuldig bekannt haben. In dem Fall ging es um den Tod seines eigenen Vaters, der zwei Jahre zuvor bei einem „häuslichen Streit“ ums Leben kam. Ursprünglich wurde Farinacci wegen Mordes angeklagt. Nach zwölf Jahren in Haft kam der Verurteilte wieder auf freien Fuß.

Sheriff John Nowels informierte auf einer Pressekonferenz, dass die Verhaftung auf mindestens einen Zeugenhinweis zurückzuführen ist. Ein Mann sah, wie der 37-Jährige nahe der Kreuzung von West Euclid Road und North Old Trails Road in den nördlichen Vororten von Spokane hockte. Ungefähr an dieser Stelle soll das Feuer ausgebrochen sein, sagten Brandermittler bereits. Als der Zeuge nach einiger Zeit Rauch gerochen hatte, rief er Polizei und Feuerwehr.

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Hunderte Menschen verloren ihre Häuser bei den Bränden. (Foto: AP Photo/Young Kwak)

Polizisten hatten Farinacci sogar unmittelbar nach Ausbruch des „Old Trails“-Feuers, einem der drei Brände bei Spokane, rund zwei Kilometer vom Ort des Ausbruchs angehalten. Diese ließen den nun Inhaftierten jedoch weiterfahren, da zu dem Zeitpunkt nicht feststand, dass der Brand menschengemacht war. Bodycam-Aufnahmen der Beamten halfen jedoch, den Verdächtigen zu identifizieren.

Die Brandursachenermittler sind überzeugt, dass das „Old Trails“-Feuer absichtlich gelegt wurde, indem Gras mit einem Streichholz oder einem Feuerzeug entzündet wurde. Bei seiner Festnahme hatte Farinacci laut Sheriff Nowels wasserfeste Streichhölzer und ein Butanfeuerzeug bei sich. Er ließ sich widerstandslos von einer Swat-Einheit – vergleichbar mit Spezialeinheiten des deutschen SEK – festnehmen.

Insgesamt 65.000 Menschen mussten seit dem Wochenende Spokane und angrenzende Orte verlassen. Mindestens 600 Gebäude wurden bereits beschädigt oder gar komplett zerstört. Eine Fläche von rund 32.500 Quadratmetern verbrannte bis Montag. „Hunderte Menschen haben ihre Häuser und Höfe vollständig verloren“, schrieb die gesamte Kongressdelegation des Bundesstaates in einem Schreiben an US-Präsident Donald Trump. Er wird gebeten, eine beschleunigte Notstandserklärung zu genehmigen.

Quelle: ntv.de, mpa

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