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Startseite»Nachrichten»Im Jubiläumsjahr: Leiterin der Bayreuther Festspiele kurz vor Start im Krankenhaus
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Im Jubiläumsjahr: Leiterin der Bayreuther Festspiele kurz vor Start im Krankenhaus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Im JubiläumsjahrLeiterin der Bayreuther Festspiele kurz vor Start im Krankenhaus

Katharina Wagner: Sie leitet die Bayreuther Festspiele. (Foto: Armin Weigel/dpa)

Die Bayreuther Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 150. Gründungsjubiläum. Kurz vor dem Festivalauftakt ist die Sorge um Chefin Katharina Wagner groß: Sie musste ins Krankenhaus. Inzwischen gibt ein Sprecher Entwarnung – und äußert sich zu ihrer Erkrankung.

Kurz vor dem Start der Bayreuther Festspiele ist Leiterin Katharina Wagner krank geworden. Nach Worten von Sprecher Hubertus Herrmann kam die Chefin des Festivals wegen einer Blinddarmerkrankung in ein Krankenhaus in Regensburg. Doch sie sei rechtzeitig wieder fit geworden. Bei einer virtuellen Pressekonferenz stellte die 48-Jährige einen Tag vor Festivalauftakt das Programm der kommenden Jahre sowie das aktuelle Programm zum Gründungsjubiläum vor.

Vor 150 Jahren veranstaltete der Komponist Richard Wagner (1813-1883) zum ersten Mal sein heute weltbekanntes Opern-Festival. Am Samstag um 18 Uhr wird es deshalb zum Festspielauftakt keine Operninszenierung geben. Das Orchester spielt unter der Leitung von Christian Thielemann Beethovens 9. Symphonie. Sie erklang auch zur Grundsteinlegung des Bayreuther Festspielhauses am 22. Mai 1872 – damals dirigiert von Wagner selbst im Markgräflichen Opernhaus. Wagners Urenkelin Nike Wagner, langjährige Chefin des Kunstfestes Weimar und des Beethovenfests Bonn, wird den Festvortrag halten.

Traditionell rollt die Stadt Bayreuth zum Festivalstart den roten Teppich für prominente Gäste aus – in diesem Jahr wird erneut Bundeskanzler Friedrich Merz erwartet. Die frühere Kanzlerin Angela Merkel, eine Anhängerin von Wagners Werk, hat nach Angaben der Stadt ebenso zugesagt wie Innenminister Alexander Dobrindt und Forschungsministerin Dorothee Bär. Außerdem haben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, die frühere Grünen-Chefin Ricarda Lang und der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Cem Özdemir, die Einladung angenommen.

Die erste Neuinszenierung der Saison feiert dann am Sonntag Premiere. Das Wagner-Frühwerk „Rienzi“ wird zum ersten Mal überhaupt im Festspielhaus aufgeführt.

Im kommenden Jahr setzen die Bayreuther Festspiele dann auf ein bewährtes Team: Künstler Neo Rauch und Dirigent Christian Thielemann bringen eine Neuinszenierung der Richard-Wagner-Oper „Parsifal“ auf die Bühne, erklärte Festspiel-Chefin Wagner. Thielemann und Rauch hatten bereits in der gefeierten „Lohengrin“-Produktion zusammengearbeitet, die von 2018 bis 2025 auf dem Grünen Hügel lief. Rauch hatte damals schon das Bühnenbild entworfen – und wie damals soll auch beim „Parsifal“ seine Frau Rosa Loy wieder dabei sein.

Publikum wolle „ständig was Neues“

Allerdings werden die Künstler mit Einschränkungen zurechtkommen müssen. Weil es künftig immer zwei neue Produktionen pro Jahr geben soll, hat „jede Produktion nur die Hälfte der heutigen Mittel zur Verfügung“, wie Geschäftsführer Hans-Dieter Sense sagte. Es habe sich aber „herausgestellt, dass die Produktionen eine kürzere Lebensdauer“ haben. Die Publikumsgewohnheiten hätten sich geändert: „Die wollen alle ständig immer was Neues sehen“.

Neben dem „Parsifal“ soll es 2027 eine neue Interpretation des „Lohengrin“ geben, wie Wagner sagte. Außerdem kehrt die gefeierte „Tannhäuser“-Inszenierung von Regisseur Tobias Kratzer noch einmal zu den Festspielen zurück – dieses Mal soll es wirklich das letzte Mal sein. Eine zweite Wiederaufnahme gibt es mit den „Meistersingern“.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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