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Politik

Immobilienpreise in Deutschland steigen nicht mehr so stark

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.09.2026 • 10:59 Uhr

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland steigen weiter – allerdings deutlich langsamer als zuvor. Vor allem in den größten Städten gingen die Preise für Eigentumswohnungen zuletzt zurück.

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland sind weiter gestiegen. Im zweiten Quartal dieses Jahres kosteten Wohnimmobilien durchschnittlich 0,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt auf vorläufiger Basis mit. Damit stiegen die Preise zum siebten Mal in Folge. Allerdings schwächte sich der Anstieg weiter ab.

Für das erste Quartal korrigierten die Statistiker das Plus von zunächst 1,4 auf 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 verteuerten sich Wohnimmobilien im Frühjahr danach um 0,3 Prozent.

Preise entwickeln sich regional unterschiedlich

In den sieben größten deutschen Städten – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf – gingen die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten Quartal sogar leicht zurück. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sanken sie um 0,4 Prozent, gegenüber dem ersten Quartal um 0,5 Prozent. Das Preisniveau ist in den großen Ballungsräumen allerdings weiterhin vergleichsweise hoch.

In kreisfreien Großstädten außerhalb der sieben größten Metropolen verteuerten sich Eigentumswohnungen dagegen um 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Vergleich zum ersten Quartal stiegen die Preise um 0,5 Prozent.

In dicht besiedelten ländlichen Kreisen waren Eigentumswohnungen hingegen günstiger als ein Jahr zuvor. Die Preise sanken um 1,8 Prozent. Auch gegenüber dem ersten Quartal gaben sie um 1,3 Prozent nach.

Bundesregierung will Wohnungsbau beschleunigen

Mehr neue Wohnungen gehören zu den erklärten Zielen der schwarz-roten Bundesregierung. Die SPD-geführte Vorgängerregierung hatte den Bau von 400.000 Wohnungen pro Jahr angestrebt, dieses Ziel jedoch nicht erreicht. Schätzungen zufolge fehlen in Deutschland rund eine Million Wohnungen.

Die Bundesregierung will den Wohnungsbau unter anderem mit dem sogenannten „Bau-Turbo“ beschleunigen. Schnellere Genehmigungsverfahren sollen die Prozesse erleichtern. Gleichzeitig stellen die hohen Baukosten private wie auch professionelle Bauherren vor Herausforderungen. So ist die Finanzierung ist teurer geworden: Die Kreditzinsen stiegen zuletzt auf mehr als vier Prozent.

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