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Nachrichten

Jugendlicher wegen Mordes an Freundin angeklagt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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40 Schläge auf Gesicht und HalsJugendlicher wegen Mordes an Freundin angeklagt

In diesem Waldstück brachte der 17-jährige Tatverdächtige seine damalige Freundin mutmaßlich mit über 40 Hieben auf Kopf, Hals und Gesicht um. (Foto: picture alliance/dpa)

Sie wollte sich trennen, er soll daraufhin beschlossen haben, sie zu töten. In einem Waldstück bei Mannheim soll ein 17-Jähriger seine damalige Freundin mit über 40 Schlägen getötet haben. Die Staatsanwaltschaft Mannheim erhebt jetzt Anklage gegen den Tatverdächtigen wegen Mordes.

Weil er seine Freundin mit Faustschlägen und Asthieben umgebracht haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Mannheim einen 17-Jährigen wegen Mordes angeklagt. Der Tatverdächtige soll vermutet haben, dass die 19-Jährige ihm untreu gewesen sei, und sich wegen verschiedener Äußerungen der Frau in seiner Ehre verletzt gefühlt haben, teilte die Behörde mit. Bereits Ende Februar soll es zu einem körperlichen Übergriff des Jugendlichen auf die junge Frau gekommen sein. Dieser Übergriff wurde von ihr auch bei der Polizei angezeigt, so die Staatsanwaltschaft Mannheim.

Nachdem die 19-Jährige ihm zum wiederholten Male mitgeteilt habe, dass sie sich von ihm trennen wolle, soll der Jugendliche Anfang März den Entschluss gefasst haben, die Frau zu töten. Als die beiden in einem Wald bei Mannheim unterwegs waren, schlug er mutmaßlich mehr als ein Dutzend Mal mit seiner Faust in das Gesicht und auf den Kopf des Opfers. Als die 19-Jährige auf dem Boden gelegen habe, soll der 17-Jährige mit Aststücken mindestens 40 Mal auf das Gesicht, den Kopf und den Hals der Frau eingeschlagen haben.

Sie sei an einem Ausfall der lebenswichtigen Steuerungszentren im Gehirn und durch Verbluten gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die 19-Jährige habe zu diesem Zeitpunkt nicht mit einem Angriff gerechnet und sich daher nicht wehren können.

Die beiden sollen seit März vergangenen Jahres eine Beziehung geführt haben. Diese sei im Frühjahr 2026 von gegenseitigem Misstrauen und Eifersucht geprägt gewesen, hieß es weiter. Nach früheren Angaben der Ermittler soll es immer wieder Konflikte gegeben haben.

Der Tatverdächtige wurde am Tag des Leichenfunds festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Die Jugendkammer des Landgerichts Mannheim muss jetzt entscheiden, ob sie die Anklage zulässt und einen Prozess ansetzt.

Quelle: ntv.de, kaz/dpa

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