Kämpferin gegen ApartheidFriedensnobelpreis geht an südafrikanische Juristin Navanethem „Navi“ Pillay
Der Friedensnobelpreis geht 2026 nach Südafrika. Die Juristin und Menschenrechtlerin Navanethem „Navi“ Pillay wird mit der Auszeichnung für ihre Arbeit prämiert.
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay. Das gab das norwegische Nobelkomitee in Oslo bekannt. Pillay habe „maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden“, sagte der Chef des Nobelkomitees, Jörgen Watne Frydnes.
Pillay war von 2003 bis 2008 Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Von 2008 bis 2014 amtierte sie als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Die Juristin leitete unter anderem eine von der UNO eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission, die Israel im vergangenen Jahr einen Völkermord im Gazastreifen vorgeworfen hat.
Pillay war in ihrer Heimat Strafverteidigerin vieler Opfer der Rassentrennung und Aktivisten der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika.
Die Auszeichnung ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, was rund einer Million Euro entspricht. Der Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember in Oslo überreicht. Es ist der Todestag des schwedischen Industriellen Alfred Nobel, der die Preise 1895 in seinem Testament stiftete. Insgesamt waren in diesem Jahr 287 Kandidatinnen und Kandidaten für den Preis nominiert. Dabei handelte es sich um 208 Einzelpersonen und 79 Organisationen.
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