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Startseite»Nachrichten»Kein Essen, Urin statt Wasser: Ukrainischer Trupp sendet viralen Hilferuf von der Front
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Kein Essen, Urin statt Wasser: Ukrainischer Trupp sendet viralen Hilferuf von der Front

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kein Essen, Urin statt WasserUkrainischer Trupp sendet viralen Hilferuf von der Front

An der Front können katastrophale Zustände herrschen. (Foto: picture alliance / abaca)

In der Ukraine verbreitet sich ein Video in den sozialen Medien: Es zeigt eine Gruppe Soldaten, die an der Front in einem Unterschlupf ohne Wasser und Nahrung ausharrt. Sie flehen um Hilfe, das Kommando reagiert bereits – und betont, dass es sich um einen Einzelfall handle.

Eine Gruppe an der Front gegen Russland kämpfender ukrainischer Soldaten hat in einem Video die Armeeführung um Hilfe angerufen. Der Kommandant des Zuges der 121. Territorialverteidigungsbrigade, Anatolij Saitschuk, beklagte in der Aufzeichnung, dass die Männer schon seit vier Monaten nicht mehr abgelöst worden seien und viele Tage ohne Essen oder Wasser auskommen müssten. Das am Dienstag veröffentlichte Video verbreitete sich schnell in Online-Netzwerken.

„Wir sind jetzt in einem Unterschlupf, den wir selbst gefunden haben, weil alle Stellungen zerstört wurden“, sagte der Kommandant in dem Video, das sich direkt an Armeechef Mychailo Drapaty richtete. „Über Zeiträume von drei bis sieben Tagen sind wir nicht mit Lebensmitteln oder Trinkwasser versorgt worden.“ Seinen Angaben zufolge hatten die Soldaten sogar einmal zwölf Tage lang kein Wasser und hätten angefangen, ihren eigenen Urin zu trinken.

Ursprünglich hätte der Einsatz der Einheit demnach einen Monat dauern und die Versorgung mit Drohnen gewährleistet werden sollen. Saitschuk warf vorgesetzten Offizieren vor, die Familien der Soldaten angelogen und behauptet zu haben, die Männer seien „in vollem Umfang versorgt“.

Das Kommando der 121. Brigade bestätigte auf Facebook die Echtheit des Videos und teilte mit, es unternehme alle notwendigen Schritte, um die Soldaten in einer „extrem schwierigen“ Gefechtslage angemessen zu versorgen. Das für die Einsatzregion zuständige Truppenkommando erklärte, der Zug kämpfe in einem „schwierigen und dynamischen Teil der Front“, und fügte hinzu, das Video zeige nur „einen isolierten Teil eines komplexen Einsatzumfelds“, das nicht den vollen Umfang der unternommenen Anstrengungen widerspiegele.

Die ukrainische Armee hat Probleme bei der Rekrutierung neuer Soldaten, weshalb die Truppen an der Front nicht regelmäßig abgelöst werden können. Schon vorher hatten ähnliche Fälle mit teils vor Hunger ausgemergelten Soldaten für Aufsehen gesorgt.

Quelle: ntv.de, ses/AFP

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