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Startseite»Nachrichten»Konzern droht Zerschlagung: Batteriehersteller Varta stellt vier Insolvenzanträge
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Konzern droht Zerschlagung: Batteriehersteller Varta stellt vier Insolvenzanträge

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Konzern droht ZerschlagungBatteriehersteller Varta stellt vier Insolvenzanträge

Die Anträge werden derzeit von einer Richterin geprüft. (Foto: picture alliance/dpa)

Varta steht vor dem Aus: Beim Amtsgericht Stuttgart sind vier Insolvenzanträge des schwäbischen Batterieherstellers eingegangen. Zuvor war bekannt geworden, dass eine Zerschlagung des Unternehmens droht – wichtige Geldgeber wollen das Geschäft mit Haushaltsbatterien aus dem Konzern herauslösen.

Der Batteriehersteller Varta hat vier Insolvenzanträge gestellt. Das bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts in Stuttgart. Die Anträge würden derzeit von der zuständigen Richterin geprüft. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits am Donnerstag erfahren, dass das erneut in Schieflage geratene Unternehmen aus Ellwangen Insolvenz anmelden werde, nachdem die bisherigen Eigentümer, der Sportwagenbauer Porsche und der österreichische Unternehmer Michael Tojner, nicht mehr zu einer weiteren Kapitalspritze bereit seien.

Varta steht damit vor der Zerschlagung: Die wichtigsten Gläubiger, darunter die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds, wollen das profitable Haushaltsbatterien-Geschäft übernehmen, Tojner hat Interesse am Geschäft mit Mikrobatterien – etwa Knopfzellen für Hörgeräte – angemeldet.

Varta beschäftigt nach eigenen Angaben rund 3260 Menschen, viele davon am Stammsitz in Ellwangen. Geschäftszahlen veröffentlichte das Unternehmen zuletzt im Jahr 2024. Damals erzielte Varta einen Umsatz von rund 793 Millionen Euro und einen Verlust von 64,5 Millionen Euro. Der Konzern produziert neben den bekannten Haushaltsbatterien unter anderem Mikrobatterien für Hörgeräte sowie Energiespeicher.

2024 hatte sich Varta im Rahmen des Restrukturierungsgesetzes neu aufgestellt, um eine Insolvenz abzuwenden. Altaktionäre verloren dabei ihre Beteiligungen, Gläubiger verzichteten auf einen Teil ihrer Forderungen. Anfang April vergangenen Jahres erklärte Varta die Restrukturierung für abgeschlossen und sah sich wieder auf Kurs.

Doch die wirtschaftliche Lage verschlechterte sich erneut. Ein Werk mit rund 350 Mitarbeitern im bayerischen Nördlingen soll noch im Herbst geschlossen werden. Apple war als wichtigster Kunde für den Standort abgesprungen, wie im Mai bekannt wurde. Neue Großkunden fehlten. Varta stellt dort noch bis November Knopfbatterien für die kabellosen Kopfhörer des US-Konzerns her – die sollen künftig aber wohl aus Asien kommen.

Quelle: ntv.de, are/rts/dpa

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