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Startseite»Nachrichten»Kurz nach US-Sanktionsbeschluss: Russland nimmt wieder Kiew ins Visier: Drei Tote bei Luftangriffen
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Kurz nach US-Sanktionsbeschluss: Russland nimmt wieder Kiew ins Visier: Drei Tote bei Luftangriffen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kurz nach US-SanktionsbeschlussRussland nimmt wieder Kiew ins Visier: Drei Tote bei Luftangriffen

Ein zweistöckiges Wohnhaus in Brovary wurde mutmaßlich von Drohnentrümmern getroffen und ging in Flammen auf. (Foto: Staatlicher Dienst der Ukraine für Notfallsituationen)

Moskau nutzt die Schwächen der ukrainischen Luftabwehr und feuert erneut ballistische Raketen auf Zivilisten. Bei Kiew kommen drei Menschen um Leben, darunter ein Kind. Kurz zuvor hatte der US-Senat neue Russland-Sanktionen auf den Weg gebracht.

Durch russische Luftangriffe auf die Region Kiew sind laut Behördenangaben in der Nacht mindestens drei Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei auch ein vierjähriges Kind, teilte die Militärverwaltung der ukrainischen Hauptstadtregion mit. Zwei Erwachsene und ein Kind seien bei den Angriffen in Browary nordöstlich von Kiew verletzt worden. Auch die ukrainische Hauptstadt selbst wurde erneut attackiert. Während die ukrainische Armee vor ballistischen Raketen, Drohnen und Gleitbomben warnte, hörten Reporter dutzende Explosionen.

Die neuen Angriffe erfolgten kurz nach einer Abstimmung im US-Senat über neue Russland-Sanktionen. Das dabei vom Oberhaus des Kongresses beschlossene Paket enthält Strafmaßnahmen gegen Präsident Wladimir Putin sowie eine Reihe russischer Beamter, Oligarchen und Banken. Außerdem wird von Washington erstmals die sogenannte Schattenflotte ins Visier genommen, mit deren Schiffen Moskau bereits bestehende internationale Sanktionen umgeht. Das vom Senat verabschiedete Paket geht nun an das Repräsentantenhaus in Washington, das wegen der Sommerpause allerdings erst im September über die Sanktionen abstimmen dürfte.

Munitionsmangel ermöglicht Russland tödliche Angriffe

Erst vor wenigen Tagen waren an einer Bahnstation in Browary acht Menschen durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Schon die Angriffswelle in der Nacht zu Mittwoch mit zahlreichen Toten in Kiew und Umgebung hatte die derzeitige Schutzlosigkeit der Ukraine gegenüber ballistischen Raketen der Invasoren einmal mehr offengelegt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee Dutzende ballistische Raketen verschiedener Typen ein, von denen keine einzige abgefangen werden konnte.

Weil es den ukrainischen Streitkräften nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland die Angriffe mit ballistischen Raketen auf Kiew und andere Städte verstärkt. Die effektivste Abwehr gegen ballistische Raketen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen sind, wären die von den USA produzierten Patriot-Systeme. Die ukrainische Armee hat mehrere davon, aber nicht genügend Munition. Ein Grund dafür: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die weltweiten Munitionsbestände zusätzlich verknappt. In Kiew wächst die Furcht, dass ungehinderte Raketenangriffe zum kommenden Winter die Infrastruktur des Landes erneut schwer schädigen und die Menschen in der Ukraine in noch größere Not bringen könnten. 

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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