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Startseite»Politik»Marktbericht: Setzt sich der DAX über 25.000 Punkte fest?
Politik

Marktbericht: Setzt sich der DAX über 25.000 Punkte fest?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 02.07.2026 • 07:56 Uhr

Der DAX dürfte zum Handelsstart zulegen und die Marke von 25.000 Punkten weiter hinter sich lassen. Aber echte Impulse fehlen, und die US-Vorgaben fallen schwach aus. Dort wartet man gespannt auf den neuen Arbeitsmarktbericht.

Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Start 0,2 Prozent höher auf 25.095 Punkte. Gestern hatte der DAX wieder über der 25.000-Punkte-Marke geschlossen. Er legte 0,2 Prozent auf 25.040 Punkte zu. Seit Tagen hatte der DAX sich in einer Spanne von 24.550 bis 25.200 Punkten ohne klaren Trend bewegt.

Der Markt bleibe in einer Phase, in der positive Impulse zwar kurzfristig stützten, aber noch nicht ausreichen würden, um eine neue Trendbewegung einzuleiten, meint Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets.

Die US-Börsen hatten gestern mit leichten Verlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert auf 52.305 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,2 Prozent auf 7.485 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,7 Prozent auf 26.044 Punkte nach. Am Freitag bleiben die Börsen in den USA wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli geschlossen.

US-Notenbankchef Kevin Warsh hatte erklärt, die Inflationsrisiken hätten sich zuletzt abgeschwächt. Er werde jedoch trotz der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach Zinssenkungen strikt am Inflationsziel der Federal Reserve von zwei Prozent festhalten und all jene enttäuschen, die eine lockere Geldpolitik erwarteten.

Vor diesem Hintergrund wird der heutige monatliche US-Arbeitsmarktbericht für den Juni mit Spannung erwartet. Sollte sich der Arbeitsmarkt robust zeigen, hätte die Fed mehr Spielraum für eine straffere Geldpolitik.

Der Jobaufbau auf dem US-Arbeitsmarkt dürfte sich aber spürbar abgeschwächt haben, prognostizieren Fachleute. Von Reuters befragte Experten erwarten ein Stellenplus von nur noch 110.000, nach 172.000 im Mai. Die US-Notenbank hat diese Kennzahl im Blick, da die Währungshüter für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen sollen.

Angesichts des vom Iran-Krieg ausgelösten Inflationsschubs in den USA rechnen viele Anleger damit, dass die Fed die Zinsen unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh im Laufe des Jahres anheben wird.

Der deutsch-französische Panzerbauer KNDS schiebt seinen Börsengang angesichts der Wertverluste bei Rüstungsaktien auf. Die Aktionäre hätten dem Unternehmen mitgeteilt, sie wollten die Börsenpläne erst wieder aufnehmen, wenn sich das Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa wieder verbessert habe, teilte KNDS mit.

KNDS hatte eigentlich noch vor der Mitte Juli beginnenden Sommerpause an die Börsen in Paris und Frankfurt gehen wollen. Das nächste Fenster öffnet sich nun frühestens im September, wenn die Investoren zurückkommen. Der Bund hält an seinen Plänen für einen Einstieg bei KNDS fest, der sich mit der Verschiebung aber ebenfalls verzögern dürfte.

KNDS entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter. Aktuell befindet sich KNDS im Besitz der deutschen Familie hinter Krauss-Maffei Wegmann sowie des französischen Staates.

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