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Startseite»Politik»Mikrozensus: Mehr als jeder zweite Erwachsene ist übergewichtig
Politik

Mikrozensus: Mehr als jeder zweite Erwachsene ist übergewichtig

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 02.06.2026 • 17:56 Uhr

Mit einem Body-Mass-Index über 25 gilt man laut WHO als übergewichtig. In Deutschland trifft das mehr als die Hälfte aller Erwachsenen zu. Während die Durchschnittsgröße der Menschen gleich geblieben ist, nahm das Gewicht zu.

Mehr als jeder zweite Erwachsene in Deutschland wiegt zu viel. Das geht aus dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach hatten 53,4 Prozent der Erwachsenen im vergangenen Jahr einen Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 25. Ab diesem Wert stuft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erwachsene als übergewichtig ein. 17,9 Prozent galten sogar als fettleibig (adipös), hatten also einen BMI von mehr als 30.

Deutlich mehr Männer übergewichtig als Frauen

Männer sind der Umfrage zufolge deutlich häufiger übergewichtig als Frauen. Fast zwei von drei Männern (62,6 Prozent) hatten demnach einen BMI über 25. Bei den Frauen waren es 43,8 Prozent. Auch bei krankhaftem Übergewicht, also Adipositas, führten die Männer: Von ihnen waren 19,9 Prozent betroffen, bei den Frauen waren es 15,8 Prozent.

Der BMI wird berechnet, indem man das Gewicht in Kilogramm durch die Körpergröße zum Quadrat (in Metern) teilt. An dem BMI als alleiniges Maß für Übergewicht gibt es immer wieder Kritik, weil er zum Beispiel lediglich die Körpermasse betrachtet und dabei nicht zwischen Fett- und Muskelmasse unterscheidet. Einige Experten fordern deshalb, auch andere Parameter einzubeziehen.

Durchschnittsmensch in Deutschland

Blickt man nur auf den Durchschnitt, ist eine typische Person in Deutschland 1,73 Meter groß und wiegt 78,4 Kilogramm. Während die Körpergröße seit der vorherigen Ergebung im Jahr 2021 gleich geblieben ist, stieg das Gewicht um 0,6 Kilogramm. Verglichen mit 2017 wiegen die Menschen im Schnitt sogar 1,3 Kilogramm mehr.

Der durchschnittliche Mann in Deutschland ist den Ergebnissen zufolge 1,79 Meter groß und wiegt 86,5 Kilogramm. Die durchschnittliche Frau misst 1,66 Meter und wiegt 69,7 Kilogramm.

Körpergröße nimmt mit dem Alter ab, Gewicht nimmt zu

Auch das Alter spielt bei Größe und Gewicht eine entscheidende Rolle: Die durchschnittliche Körpergröße nimmt im Alter ab. Am größten sind der Erhebung zufolge die 18- bis 24-Jährigen mit 1,75 Meter. Am kleinsten sind die Menschen der Altersgruppe über 75 Jahre mit durchschnittlich 1,68 Meter.

Das Gewicht hingegen nimmt im Alter eher zu. Am schwersten sind die Menschen in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 81,3 Kilogramm. Am leichtesten sind die 18- bis 24-Jährigen mit 72,5 Kilogramm.

Für den Mikrozensus wurden die Menschen zu ihren Lebensbedingungen befragt. 51 Prozent der Befragten haben demnach Angaben zu Größe und Gewicht gemacht – bei den Ergebnissen handelt es sich also um Selbstauskünfte.

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