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Startseite»Politik»Moschee-Angreifer von San Diego laut Polizei von Hass getrieben
Politik

Moschee-Angreifer von San Diego laut Polizei von Hass getrieben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.05.2026 • 00:36 Uhr

Die beiden jungen Angreifer von San Diego hatten laut Polizei einen Hass auf Menschen mit anderer Religion oder Hautfarbe. An einer Moschee hatten sie drei Menschen getötet. Ein Wachmann soll noch weit Schlimmeres verhindert haben.

Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff an einem islamischen Zentrum in der US-Westküstenmetropole San Diego sind die Ermittler bei der Suche nach einem Motiv der beiden tot aufgefundenen mutmaßlichen Täter vorangekommen. Die 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen hätten sich offenbar im Internet kennengelernt und seien durch einen „breit gestreuten Hass“ gegenüber anderen Religionen und Hautfarben verbunden gewesen, teilten die Ermittler mit. Mark Remily vom FBI sagte, sichergestellte Schriften der beiden würden das belegen.

Bei der Durchsuchung der Wohnsitze seien auch dreißig Schusswaffen und eine Armbrust entdeckt worden. Remily sagte, man versuche noch herauszufinden, ob die Jugendlichen damit Pläne hatten, die über die Schüsse an der Moschee in San Diego hinausgingen. Die beiden jungen Männer werden verdächtigt, an der Moschee einen Wachmann und zwei weitere Menschen getötet zu haben, bevor sie sich mutmaßlich selbst das Leben nahmen.

Mutter eines Angreifers meldete sich bei der Polizei

Etwa zwei Stunden vor dem Angriff hatte die Mutter eines der Männer die Polizei angerufen, um zu melden, dass ihr Sohn vermisst werde. Sie habe befürchtet, er könne suizidgefährdet sein, und schließlich festgestellt, dass mehrere ihrer Waffen sowie ihr Fahrzeug fehlten, sagte der Polizeichef von San Diego, Scott Wahl.

Bei einem der Jugendlichen soll es sich um Cain C. handeln, der im Juni seinen High-School-Abschluss hätte machen sollen, wie ein Sprecher der Schulbehörde mitteilte. Er sei bisher nie wegen disziplinarischer Verfehlungen aufgefallen, habe allerdings seit 2021 den Unterricht nur online und nicht in Präsenz absolviert.

Angreifer aufgehalten und abgelenkt

Wie Polizeichef Wahl sagte, hat der getötete Wachmann der Moschee noch weit Schlimmeres verhindert. Sein Handeln habe dazu geführt, dass die Verdächtigen aufgehalten, abgelenkt und letztendlich abgehalten wurden, in den Bereich der Moschee vorzudringen, in dem sich bis zu 140 Kinder befanden.

Der Wachmann habe sich einen Schusswechsel mit den Angreifern geliefert und habe währenddessen mit seinem Funkgerät die Abriegelung des Gebäudes veranlasst. Bei dem Schusswechsel wurde er selbst getötet.

Die beiden anderen Todesopfer hätten versucht, die Aufmerksamkeit der Angreifer von der Moschee weg zu lenken, hin zu einem Parkplatz. Wahl zufolge wurden die beiden Männer dort von den Angreifern eingekesselt und getötet. Wären die mutmaßlichen Täter nicht von ihrem Plan abgelenkt worden, „hätte es gestern zweifellos viel mehr Todesopfer gegeben“, sagte Wahl. Die nahende Polizeipräsenz habe die Angreifer schließlich zur Flucht getrieben.

Die beiden jungen Männer wurden nach dem Angriff tot in einem Auto aufgefunden – mutmaßlich durch selbst zugefügte Schusswunden. Nach Angaben der Ermittler fand die Polizei in dem Fahrzeug islamfeindliche Schriften.

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