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Nach gescheitertem Anschlag: Berichte: Ermittler finden weitere Drohne und Sprengstoff am Flughafen Leipzig

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 25, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach gescheitertem AnschlagBerichte: Ermittler finden weitere Drohne und Sprengstoff am Flughafen Leipzig

Einsatzkräfte der Polizei suchen ein Feld am Flughafen Leipzig-Halle nach Spuren ab. (Foto: picture alliance/dpa)

Der gescheiterte Anschlag auf den Flughafen Leipzig-Halle hatte offenbar einen noch größeren Umfang als bisher bekannt. In der Umgebung des Geländes entdeckt die Polizei eine weitere Drohne und einen militärischen Sprengstoff.

Die Polizei hat offenbar rund um den Flughafen Leipzig-Halle eine weitere Drohne gefunden, die für einen Angriff auf die ukrainischen Antonov-Frachtflugzeuge gedacht gewesen sein könnte. Die dritte Drohne wurde auf einem Feld in Kabelsketal gefunden, was direkt an den Westteil des Flughafens angrenzt, berichten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Das unbemannte Flugobjekt wurde demnach bereits am 14. August entdeckt und soll defekt gewesen sein. An der Fundstelle sollen die Ermittler zudem 50 Gramm des hochexplosiven Sprengstoffs Hexogen vorgefunden haben, der auch unter der Bezeichnung T4 bekannt ist. Dieser wird weltweit in militärischen Kontexten eingesetzt.

Eine erste mit Sprengstoff präparierte Drohne war bereits am Abend des 4. August auf dem Flughafengelände entdeckt worden. Diese befand sich zwischen ukrainischen Frachtmaschinen. Ein Zünder war defekt, was wohl verhinderte, dass die Drohne ihre Ladung zur Explosion bringen konnten.

Behörden legen sich nicht auf Urheber fest

Zudem kollidierte in derselben Nacht ein DHL-Frachtflugzeug mit einer weiteren mutmaßlichen Drohne, heißt es in dem Bericht. Die Maschine prallte mit einer Geschwindigkeit von mehreren Hundert Kilometern pro Stunde mit einem unbekannten Objekt zusammen, wobei ein kleiner Schaden an der Maschine entstand. Jedoch konnten im Anschluss weder die mutmaßliche Drohne noch Teile von ihr bei den Ermittlungen gefunden werden.

Entgegen der Darstellung von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ berichtet der „Spiegel“ über eine große Skepsis, ob es sich dabei wirklich um eine Drohne gehandelt habe. An der Maschine sollen sich auch organische Spuren befunden haben. Dies könnte darauf hindeuten, dass es sich womöglich doch um einen Vogel handelte, der mit der Frachtmaschine kollidierte.

Nahe der Landebahn des Flughafens, im Geisterort Kursdorf, entdeckten die Ermittler zudem eine technische Konstruktion, die zur Steuerung der Drohnen genutzt worden sein könnte. Es ist bisher nicht klar, wie der Anschlag ablaufen sollte und wer hinter der Tat steckt. Die Behörden legten sich bisher offiziell nicht auf einen Urheber fest. Innenminister Alexander Dobrindt hatte von einem „hybriden Anschlagsszenario“ gesprochen und „fremde Mächte“ als Urheber nicht ausgeschlossen.

Sicherheitskreise gehen jedoch davon aus, dass russische Geheimdienste in die Planung involviert waren. Russland weist jedoch alle Anschuldigungen in diesem Fall zurück. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland.“

Quelle: ntv.de, lme

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