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Startseite»Politik»New York: Milliardär wehrt sich gegen Mamdanis Luxussteuerpläne
Politik

New York: Milliardär wehrt sich gegen Mamdanis Luxussteuerpläne

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 9, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 09.05.2026 • 12:40 Uhr

New Yorks Bürgermeister will Reiche stärker zur Kasse bitten. In einem viralen Video wirbt Mamdani für eine Luxussteuer auf Zweitwohnungen. Milliardär Griffin fühlt sich dadurch bloßgestellt – und droht, Investitionen abzuziehen.

Giselle Ucar

Es war die perfekte Inszenierung für die sozialen Medien: New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani steht vor einem noblen Wohngebäude direkt am berühmten Central Park. Hier verkündet er stolz, dass er eines seiner zentralen Wahlversprechen einlösen wird: Reiche besteuern. Mamdani will eine Steuer für Luxus-Zweitwohnungen einführen. Davon betroffen wäre auch das Penthouse, vor dem er in dem Video steht.

Es gehört dem US-amerikanischen Hedgefonds-Manager Ken Griffin, einer der führenden Finanzunternehmer weltweit. Für schätzungsweise 238 Millionen US-Dollar hat Griffin seine Luxuswohnung gekauft – die teuerste Wohnimmobilie in der Geschichte der USA. Anwesend ist Griffin allerdings eher selten.

Mamdani nennt Griffin in seinem Video namentlich. New Yorker, die die Straße erkennen, wissen nun, wo der Milliardär lebt. In einem Interview mit CNBC reagiert Griffin darauf: „Was mich an dem Video wirklich aufgeregt hat, ist, dass es mich in Gefahr gebracht hat.“ Mamdani habe vergessen, dass der CEO eines anderen amerikanischen Unternehmens nur ein paar Straßen von der Wohnung entfernt ermordet wurde. „Einen Bürger – egal welchen – in Gefahr zu bringen, ist unangemessen für einen Politiker“, sagte der Manager.

Griffin setzt auf Expansion in Miami

Griffin war von Anfang an kein Mamdani-Fan. Die „Tax-the-rich“-Politik des Bürgermeisters hält er für falsch. Sie werde Unternehmer, Investoren und Arbeitsplätze aus der Stadt vertreiben. Nach dem Video zieht der Hedgefonds-Manager für sein eigenes Investmentunternehmen Citadel bereits Konsequenzen: „Wir werden in den kommenden zehn Jahren viel mehr Arbeitsplätze in Miami schaffen. Als unmittelbare und direkte Folge der unglücklichen Entscheidung des Bürgermeisters, dieses Video zu veröffentlichen.“

Ob das nicht auch schon vorher sein Plan gewesen ist, darüber kann nur spekuliert werden. Den Hauptsitz seines Unternehmens hatte Griffin längst nach Miami verlegt. Der Trend, dass Städte der Demokraten mit hohen Steuersätzen Einwohner und Arbeitsplätze an Städte der Republikaner mit niedrigeren Steuern verlieren, ist nicht neu.

Keine Stadt sei „immun gegen ökonomische Realitäten“

Selbst die Wallstreet könne viele Mitarbeiter im Finanzsektor nicht mehr in New York City halten, sagt Griffin. „Ich denke, keine Stadt sollte so arrogant sein, zu glauben, dass sie immun ist gegen ökonomische Realitäten. Es ist Fakt, dass erfolgreiche Menschen, denen gesagt wird, sie seien nicht willkommen, weggehen werden.“

Laut der Citizens Budget Commission, einem überparteilichen Think Tank, ist der landesweite Anteil von Millionären in New York City innerhalb von 15 Jahren um 31 Prozent gesunken. Damit verliere die Stadt Milliarden an potenziellen Steuereinnahmen – die Mamdani für seine Versprechen gut gebrauchen könnte.

Mamdani: „Steuersystem grundlegend kaputt“

Doch der antwortet bisher eher zurückhaltend auf die Kritik von Griffin: „Ich möchte, dass alle New Yorker erfolgreich sind. Auch Ken Griffin, der ein großer Arbeitgeber unserer Stadt ist.“ Das ändere aber nichts an der Tatsache, dass das Steuersystem grundlegend kaputt ist. „Es belohnt extremen Reichtum, während arbeitende Menschen an den Rand gedrängt werden“, sagt der Bürgermeister. „Das ist ein Status quo, der untragbar und ungerecht ist.“

Trotz seines Disputs mit Bürgermeister Mamdani will Milliardär Ken Griffin wohl an einem Sechs-Milliarden-US-Dollar Projekt in New York City festhalten. In der Park Avenue baut er gerade einen 62-stöckigen Turm mit Büros. Ganz ohne New York geht es wohl doch nicht.

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