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Startseite»Politik»Raffinerie getroffen – Moskau meldet Attacken von 60 Drohnen
Politik

Raffinerie getroffen – Moskau meldet Attacken von 60 Drohnen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 16.06.2026 • 15:28 Uhr

Während die G7-Staaten wieder Friedensgespräche in Gang bringen wollen, setzt die Ukraine ihre Gegenangriffe im russischen Angriffskrieg fort. Ziel war erneut die Ölindustrie. In Moskau war auch der Flugbetrieb betroffen.

Die Ukraine hat erneut die russische Ölindustrie angegriffen. Nach Darstellung des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin hat die Flugabwehr in der Hauptstadt etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand.

Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr. Zuerst hatten die Flughäfen Domodedowo und Schukowski ihren Betrieb vorübergehend eingestellt, später stoppten dann auch die Airports Scheremetjewo und Wnukowo Starts und Landungen. Aufgrund der Ferienzeit erleben Russen inzwischen fast täglich zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen.

Brand in Öldepot in Südrussland

Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 172 Drohnen über verschiedenen Regionen. Herabstürzende Trümmerteile einer Drohne haben Behördenangaben zufolge einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Das Feuer sei mittlerweile gelöscht, es gebe keine Opfer, teilten die örtlichen Behörden auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim.

Die Ukraine will mit den Angriffen auf die russische Ölindustrie den militärischen Nachschub stören und auch den Energieexport treffen, mit dem der Kreml seine Kriegskasse füllt. Die Attacken gegen Raffinerien, Treibstofflager und Fahrzeuge haben vielerorts bereits zu Engpässen bei der Versorgung mit Benzin geführt.

Lukaschenko will „Kompromissbereitschaft“

In Frankreich bemühen sich unterdessen gerade die G7-Staaten darum, die ins Stocken geratenen Beratungen über einen möglichen Frieden für die Ukraine wieder in Gang zu bringen – mit Beteiligung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

Überraschend hatte der belarusische Machthaber Alexander Lukaschenko, ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Putin, sowohl Russland als auch die Ukraine zur Kompromissbereitschaft aufgerufen, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, so Lukaschenko in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Zwar rückten die russischen Truppen weiter vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten.

Außerdem sagte Lukaschenko, die Ukraine habe von seinem Land nichts zu befürchten. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarusischem Gebiet aus erfolgen könnten. Belarus hatte Russland im Jahr 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet.

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