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Startseite»Politik»Rettungskräfte befreien ersten Goldsucher aus Höhle in Laos
Politik

Rettungskräfte befreien ersten Goldsucher aus Höhle in Laos

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 29.05.2026 • 19:08 Uhr

Enge Tunnel, viel Wasser, Einsturzgefahr – die Rettung der eingeschlossenen Goldsucher in Laos gestaltet sich schwierig. Nun gibt es einen Erfolg: Der erste Arbeiter konnte befreit werden.

Rettungskräfte haben den ersten von fünf Goldsuchern aus einer überfluteten Höhle gerettet. In sozialen Medien posteten die Retter ein Video mit dem ersten Geretteten. Auch die Sender CNN und die thailändische Rettungseinheit MTK berichteten. Nun sollen auch die anderen vier lokalisierten Personen aus der Höhle befreit werden. Insgesamt waren sieben Menschen eingeschlossen worden – zwei gelten als vermisst.

Die Menschen saßen seit zehn Tagen fest – hunderte Meter vom Eingang entfernt. Heftige Regenfälle hatten die Goldmine in der nördlichen Provinz Xaisomboun geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst.

Chancen für zwei Vermisste sinken

Die Rettungsaktion gestaltete sich bislang schwierig. Enge Tunnel, hohe Wasserstände und Einsturzgefahr gefährdeten die Rettung. Das Team hatte zunächst Wasser abgepumpt, um den Bergungsversuch zu starten.

Den Ablauf hatten die Rettungskräfte vorab intensiv geprobt. Auf veröffentlichten Fotos und Videos war ein Retter zu sehen, der während der Übung auf einer speziell entwickelten Trage befestigt war, die eigens für die extrem schmalen Passagen konstruiert wurde.

Die Chance, die zwei vermissten Personen zu finden, schwindet unterdessen. Rettungskräfte hätten inzwischen rund 95 Prozent des Tunnelsystems durchsucht, bislang aber keine Spur der beiden entdeckt, sagte der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi dem Sender ThaiPBS World. „Wir haben nicht mehr viele Orte übrig, an denen wir suchen können“, erklärte er. Die Chancen seien „sehr gering“.

Erfahrener Höhlentaucher im Team

Paasi gilt als einer der erfahrensten Höhlentaucher weltweit. Er war auch an der Rettung eines Jugendfußballteams in einer Höhle in Thailand 2018 beteiligt. „Unter Wasser tasten wir mit Armen und Beinen“, sagte Paasi. Bei Regen bestehe zudem jederzeit die Gefahr neuer Überflutungen oder Einstürze.

Die fünf Überlebenden seien körperlich und mental erstaunlich stabil, hatte Paasi schon vor der Bergung erklärt. Als Bergarbeiter seien sie an enge unterirdische Räume gewöhnt und litten nicht unter Platzangst. Auch hätten sie Nahrung und Wasser dabeigehabt, weil sie ohnehin mehrere Tage in der Mine verbringen wollten. Jedoch sollen sie zuletzt extrem hungrig gewesen sein und betont haben, sie könnten nicht mehr lange durchhalten, wie Medien unter Berufung auf die Retter schrieben.

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