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Russen dürfen vorerst in Syrien bleiben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Einigung über MilitärbasenRussen dürfen vorerst in Syrien bleiben

Ahmed al-Scharaa, der Übergangspräsident von Syrien. (Foto: picture alliance / Chris Emil Janßen)

Nach anderthalb Jahren einigen sich Russland und Syrien: Die Militärstützpunkte Russlands werden vorerst bleiben. Das bedeutet jedoch nicht, dass Russland weiterhin Truppen in Syrien stationiert. Die Basen werden in Ausbildungszentren umgebaut.

Die syrische Übergangsregierung hat nach eigenen Angaben eine Grundsatzeinigung mit der Regierung in Moskau über die weitere Nutzung der beiden verbliebenen russischen Militärstützpunkte im Land erzielt. Die Armeeeinrichtungen am Flughafen von Tartus und im Hafen von Hmeimim sollten in „gemeinsame Ausbildungs- und Rehabilitationszentren“ umgewandelt werden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Sana am Sonntag unter Berufung auf das Außenministerium in Damaskus.

Der Schritt erfolge im Rahmen neuer Vereinbarungen, welche „die beiderseitigen Interessen wahren“, meldete Sana weiter. Die Umwandlung solle binnen drei Monaten vollzogen werden. Der Eckpunktevereinbarung gingen anderthalb Jahre dauernde Verhandlungen voraus.

Russland war wichtiger Verbündeter im Bürgerkrieg

Der Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und der Marinestützpunkt Tartus sind die einzigen russischen Militärbasen im Ausland, die nicht in ehemaligen Sowjetstaaten liegen. Beide befinden sich im Westen Syriens an der Mittelmeerküste.

Russland war ein wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad während des 14 Jahre lang andauernden Bürgerkriegs in Syrien. Moskau unterstützte damals die syrische Armee, indem russische Soldaten Luftangriffe auf die von Dschihadisten kontrollierten Gebiete flogen.

Assad ist weiterhin in Moskau

Nach Assads Sturz durch Dschihadisten im Dezember 2024 büßte Russland stark an Einfluss in der Region ein, hoffte jedoch, seine militärische Präsenz in dem Land aufrecht erhalten zu können.

Bei einem Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Moskau Ende Januar lobte der russische Präsident Wladimir Putin dessen Erfolge. Keiner der beiden sprach dabei die militärische Präsenz Russlands in Syrien an – obwohl Kremlsprecher Dmitri Peskow angekündigt hatte, diese werde „zweifelsohne“ Thema sein.

Assad war nach seinem Sturz mit seiner Familie nach Russland geflohen und hält sich seitdem in Moskau auf. Damaskus hat wiederholt seine Auslieferung gefordert.

Quelle: ntv.de, kaz/AFP

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