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Startseite»Nachrichten»Schwerer Sturz in Berlin: Mann nach E-Scooter-Unfall in künstliches Koma versetzt
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Schwerer Sturz in Berlin: Mann nach E-Scooter-Unfall in künstliches Koma versetzt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Schwerer Sturz in BerlinMann nach E-Scooter-Unfall in künstliches Koma versetzt

In den letzten Monaten gab es allein in Berlin mehrere tödliche Unfälle mit E-Scootern. (Foto: picture alliance / Jochen Tack)

Ein Mann ist mit einem E-Scooter in Berlin unterwegs. Plötzlich stürzt er ohne ersichtlichen Grund. Eine Radfahrerin eilt ihm zu Hilfe. Seine Verletzungen sind dennoch so gravierend, dass er im Krankenhaus ins künstliche Koma versetzt werden muss.

Erneut hat sich ein E-Scooter-Fahrer bei einem Sturz in Berlin schwer verletzt. Der 52-Jährige kam mit lebensbedrohlichen multiplen Verletzungen in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Er habe in ein künstliches Koma versetzt werden müssen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei stürzte der Mann am Freitagabend ohne Beteiligung anderer Menschen in Marzahn-Hellersdorf. Dabei soll der 52-Jährige mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen und regungslos liegen geblieben sein. Eine Radfahrerin, die hinter dem Mann fuhr, eilte ihm zu Hilfe und leitete Reanimationsmaßnahmen ein, bis Rettungskräfte den Mann weiter versorgten.

In den vergangenen Wochen gab es mehrere schwere Unfälle mit E-Scootern in Berlin. Mitte Juli starb ein 50-Jähriger, nachdem er in Kreuzberg mit einem Auto zusammengestoßen war. Anfang Mai kam eine 59 Jahre alte E-Scooter-Fahrerin in Berlin-Mitte ebenfalls nach einem Zusammenstoß mit einem Wagen ums Leben. Und eine 14-Jährige überlebte im April einen Unfall in Neukölln nicht. Sie war zusammen mit einer Gleichaltrigen auf einem E-Scooter unterwegs und stieß mit einem Auto zusammen.

Die Polizei registrierte bundesweit im vergangenen Jahr laut Statistischem Bundesamt fast 16.500 E-Scooter-Unfälle – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von rund 38 Prozent. Gemessen an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten in Deutschland machten 2025 die Fälle mit Beteiligung von E-Scooter-Fahrern aber nur einen geringen Anteil aus.

Doch der starke Anstieg beunruhigt Fachleute – vor allem auch wegen des Alters der Beteiligten. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft verunglücken am häufigsten 15- bis 17-Jährige, mehr als die Hälfte der Verunglückten war jünger als 25 Jahre.

Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr 2023 in privaten Haushalten 1,4 Millionen E-Scooter. Hinzu kommen mehr als 200.000 Leihscooter, die überwiegend in Großstädten unterwegs sind. Eine Helmpflicht gibt es nicht.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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