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Startseite»Politik»Sherpa überlebt sechs Tage auf mehr als 5.000 Metern am Mount Everest
Politik

Sherpa überlebt sechs Tage auf mehr als 5.000 Metern am Mount Everest

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 04.06.2026 • 18:51 Uhr

Es ist eine schier unglaubliche Überlebensgeschichte: Ein seit fast einer Woche am Mount Everest verschollener Sherpa ist gerettet worden. Wie der 57-Jährige es geschafft hat, am Leben zu bleiben, ist noch unklar.

Auf dem höchsten Berg der Welt ist ein seit fast einer Woche vermisster Bergführer lebend gefunden worden. Kollegen des Mannes, die gerade Seile und Leitern für die endende diesjährige Saison am Mount Everest abbauten, entdeckten ihn. Der Vermisste sei inmitten von Gletscherspalten nahe dem Khumbu-Eisbruch, unmittelbar oberhalb des 5.364 Meter hoch gelegenen Basislagers, entlang gelaufen, teilten die nepalesischen Behörden mit.

Der 57-Jährige wurde zunächst mit Nahrung und Wasser versorgt und dann per Hubschrauber in Nepals Hauptstadt Kathmandu geflogen. Er wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Behördenvertreter und Expeditionsveranstalter erklärten, er befinde sich in gutem Gesundheitszustand.

„Es ist ein Wunder“, sagte ein Sprecher seiner Expeditionsagentur 8K Expeditions der Nachrichtenagentur dpa. „Er erzählte uns, dass er gestern den Hubschrauber gesehen habe. Es scheint, als sei er erschöpft gewesen und habe sich daraufhin ausgeruht. Ich denke, man kann dies wohl als eine ‚Selbstrettung‘ bezeichnen.“

Familie hatte Hoffnung schon aufgegeben

Details darüber, warum der Sherpa plötzlich verschwand und wie er fast eine Woche lang allein auf dem 8.849 Meter hohen Berg überleben konnte, sind noch unklar. Vor seinem Verschwinden hatte er einen polnischen Bergsteiger Richtung Gipfel geführt. Dieser erreichte nach dem Abstieg das Basislager – der Sherpa aber nicht.

Die Familie hatte die Hoffnung auf seine Rückkehr bereits aufgegeben und nach eigenen Angaben schon mit Trauerritualen begonnen. Seine Ehefrau sagte, die Familie habe zuerst durch Medienberichte von seiner Rettung erfahren. Erst nachdem Fotos geschickt worden seien, habe sie sicher gewusst, dass es sich tatsächlich um ihren Mann handelte.

Die Saison am Mount Everest endete mit einem Rekord: Mehr als 1.000 Menschen bestiegen den Berg. Vergangene Saison waren es 866.

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