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SKG PS700 ausprobiert: Dieses Nackenmassagegerät knetet fast wie echte Hände

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 8, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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SKG PS700 ausprobiertDieses Nackenmassagegerät knetet fast wie echte Hände

07.08.2026, 19:07 Uhr Von Klaus Wedekind
SKG PS700 Test (1 von 3)
Das kabellose Gerät kann auch auf Reisen mitgenommen werden. (Foto: kwe)

Das SKG PS700 ist ein unkompliziertes, kabelloses Nackenmassagegerät mit Wärmefunktion, das richtig zupacken kann und eine echte Wirkung erzielt. Allerdings ist es ziemlich teuer und könnte etwas vielseitiger sein.

Nackenverspannungen sind eine Volkskrankheit, laut RKI ist fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland mehr oder weniger davon betroffen. Vorbeugung, etwa durch Bewegung und Stärkung der Muskulatur, Dehn- und Entspannungsübungen, ist das beste Gegenmittel.

Eine Massage kann ebenfalls helfen, indem sie die Durchblutung fördert und Verkrampfungen löst. Am besten lässt man sich von Händen durchkneten, die das richtig können. Aber die stehen nicht immer zur Verfügung. Das SKG PS700 kann dann eine effektive Alternative sein, wie der Praxistest von ntv.de ergeben hat.

Einfaches Grundprinzip, interessantes Design

Das Grundprinzip ist einfach: Das knapp 600 Gramm schwere Gerät wird um den Hals gelegt, wobei sich zwei Massageköpfe an die Nackenmuskeln schmiegen. Zwischen ihnen befinden sich im breiten Nackenteil ein Nahinfrarot-Feld, 28 Rotlicht-LEDs und eine verdeckte Heizfolie, die gemeinsam für die Wärmetherapie zuständig sind. Am Hals setzen zwei Stütz-Polster auf. Riemen an den Enden der Bügel dienen dazu, bei Bedarf den Druck auf den Nackenbereich zu erhöhen.

Screenshot 2026-08-07 114623
Das Innenleben des SKG PS700. (Foto: SKG)

Bis auf den Antrieb besteht das SKG PS700 überwiegend aus Kunststoff, ist aber hochwertig verarbeitet und wirkt sehr solide. Das muss es auch sein, denn der Hersteller hat keine Transporttasche beigefügt. Das Design ist vor allem ergonomisch und zweckmäßig, SKG hat aber auch viel Wert auf eine interessante Gestaltung gelegt, die ein wenig an Science-Fiction-Filme der 70er Jahre erinnert.

Bequem, robust, einfach zu bedienen

Um den Hals gelegt sitzt das Gerät bequem, alle auf der Haut aufliegenden Bauteile sind mit Silikon verkleidet. Die Bedienung erfolgt grundsätzlich über ein Steuerrad am rechten Bügel, das sofort vom Daumen gefunden wird. Drückt man es länger in der Mitte, schaltet man das Gerät an oder aus, ein kurzer Druck ändert das Programm. Wärme sowie Aktivierung, Deaktivierung und Lautstärke der Musikwiedergabe regelt man, indem man das Rad oben, unten, links oder rechts drückt. Dazu gibt es an der Innenseite des Bügels noch einen Schalter, um Sprachansagen ein- oder auszuschalten.

SKG PS700 Test (2 von 3)
Mit der Bedienung kennt man sich schnell aus. (Foto: kwe)

Insgesamt stehen vier Modi zur Verfügung: Shiatsu, Anti-Stress, Meditation und Entspannung. Auch innerhalb eines Programms führen die Massageköpfe dabei unterschiedliche Bewegungsabläufe aus, oft in unterschiedlicher Intensität.

Fast wie echte Hände

Bei der Massage hat man fast das Gefühl, von echten Händen geknetet zu werden. Das liegt daran, dass die breiten, in allen Richtungen beweglichen Massageköpfe und die drehbaren Kugeln an ihrer Oberseite ähnlich wie Daumen mit Handballen und Zeigefinger zusammenarbeiten. Jedenfalls kann man sich das so vorstellen.

Dabei kann das SKG PS700 richtig kräftig zupacken. Gelegentlich kommt es vor, dass sich darüber ein verklemmter Nerv beschwert oder die Haut errötet. Wie bei einer richtigen Massage eben. Das SKG PS700 ist nicht nur ein Wohlfühl-Gerät, es soll Tiefenwirkung haben. Das gilt auch für die effektive Wärme-Funktion. Der Motor arbeitet erfreulich leise. Man hört ihn zwar, aber er stört nicht.

Schwächer geht nicht

Weil es ordentlich zur Sache geht, ist es wichtig, möglichst gerade zu sitzen und nach vorn zu blicken. Verdrehte Haltungen wie sie der Hersteller teilweise auf der Produktseite zeigt, sollte man bleiben lassen.

Screenshot 2026-08-07 114858
Eine gerade Haltung ist wichtig. (Foto: SKG)

Ist einem die Massage zu kräftig, kann man nichts machen, es gibt nur eine Einstellung. Lediglich die Wärme lässt sich mehrstufig regeln. Möchte man den Druck erhöhen, zieht man an den beiden Schlaufen. Dabei genügt es bereits, die Daumen locker einzuhängen, um einen deutlich spürbaren Effekt zu erzielen.

Musik von oder zum Gerät, gute Ausdauer

Die Musik, die Stereo-Lautsprecher in den Innenseiten der Bügel wiedergeben, ist überwiegend langweilig, vor allem weil sie bei jedem Programm dieselbe ist. Im Anti-Stress-Modus hört man zusätzlich eine beruhigende Frauenstimme – wie die Ansagen ausschließlich auf Englisch, auch wenn die App-Sprache Deutsch ist. Die Qualität der Lautsprecher ist gut, Bässe darf man von ihnen aber nicht erwarten.

Screenshot 2026-08-07 114751
Um die Intensität zu erhöhen, zieht man an den Schlaufen. (Foto: SKG)

Alternativ kann man das SKG PS700 als Bluetooth-Kopfhörer koppeln und seine eigene Musik. Hörbücher oder Podcasts hören. Das erledigt man über die SKG-Health-App, die ansonsten weitgehend nutzlos ist, wenn man nur dieses Gerät nutzt. Man kann in ihr zusätzlich noch die Massagedauer auf 10, 15 oder 20 Minuten stellen, ansonsten lässt sich alles über die Steuerung am Bügel regeln.

Die App ist außerdem notwendig, wenn man den ungefähren Ladestand wissen möchte. SKG gibt die Laufzeit mit zwei Stunden an. Mit geringer oder gar keiner Wärme sowie deaktiviertem Audio hielt das Gerät im Test aber deutlich länger durch. Ein leerer Akku ist über den USB-C-Anschluss in 1,5 Stunden aufgeladen.

Fazit

Wer ein mobiles Nackenmassagegerät sucht, das tatsächlich wirkt, sollte einen Blick auf das SKG PS700 werfen. Es kommt in seiner Wirkung einer echten Massage relativ nahe, was man auch spürt. Allerdings ist es mit einem Preis von rund 200 Euro teuer und bietet nicht allzu viel Abwechslung.

Das ebenfalls von ntv.de getestete SKG G7 Pro-Fold ist etwas günstiger, aber mit einer Kombination aus Vibration, Wärme und Elektrostimulation, mehrstufigen Einstellungen und mehr Programmen vielseitiger. Allerdings hat es wenig mit einer echten Massage zu tun.

Quelle: ntv.de

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