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Startseite»Nachrichten»Sonderbehandlung für Ex-Prinzen?: Pläne für Andrews Beerdigung sorgen für Empörung
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Sonderbehandlung für Ex-Prinzen?: Pläne für Andrews Beerdigung sorgen für Empörung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Sonderbehandlung für Ex-Prinzen?Pläne für Andrews Beerdigung sorgen für Empörung

Soll trotz seiner Verbindungen zu Jeffrey Epstein royal beerdigt werden: Andrew Mountbatten-Windsor. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

König Charles hat seinen Bruder weitgehend aus der Königsfamilie verbannt- Doch für Andrews Tod scheint weiterhin ein besonderer Plan zu existieren. Der Ex-Prinz steht offenbar noch immer auf einer geheimen Regierungsliste für royale Bestattungen. Das sorgt für heftige Kritik.

Andrew Mountbatten-Windsor hat nahezu alles verloren, was ihn einst als hochrangiges Mitglied der britischen Königsfamilie auszeichnete. Titel, Ehrenämter und offizielle Rolle sind weg – doch ausgerechnet für die Zeit nach seinem Tod scheint der 66-Jährige weiterhin mit einer besonderen Behandlung rechnen zu können. Berichten zufolge hält die britische Regierung trotz seines tiefen Falls an Plänen für eine hochrangige Bestattung fest.

Der Bruder des 77-jährigen Königs Charles III. steht nach Informationen der „Mail on Sunday“ weiterhin auf einem geheimen Verzeichnis jener Royals, für deren Tod und Beisetzung der Staat besondere Vorkehrungen trifft. Ranghohe Regierungsquellen aus Whitehall bestätigten das der Zeitung. Dass Andrew trotz seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein offenbar nicht von der Liste gestrichen wurde, sorgt nun für deutliche Kritik.

Bei dem Verzeichnis geht es um die sogenannten „Bridge“-Pläne. Darin werden die Abläufe für den Tod und die Trauerfeier hochrangiger Mitglieder der Königsfamilie bereits lange im Voraus detailliert festgelegt. Die Beisetzung von Queen Elizabeth II. wurde 2022 unter dem Codenamen „Operation London Bridge“ vorbereitet, die ihres Ehemanns Prinz Philip unter „Operation Forth Bridge“.

Abschied auf Schloss Windsor?

Für Andrews Plan soll dem Bericht zufolge nach wie vor das britische Kabinettsbüro zuständig sein. Die entsprechenden Unterlagen würden trotz der Skandale um den früheren Prinzen weiterhin regelmäßig aktualisiert. 2025 hatte König Charles III. seinem jüngeren Bruder die Anrede „Königliche Hoheit“ und den Prinzentitel entzogen.

Wie eine Trauerfeier für Andrew tatsächlich aussehen würde, ist bislang nicht festgelegt. Royal-Experten rechnen mit einem Gottesdienst in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor. Dort fanden auch die Trauerfeiern für Queen Elizabeth II. und Prinz Philip statt.

Als mögliche letzte Ruhestätte gilt dem Bericht zufolge der Royal Burial Ground in Frogmore, ein rund 33 Hektar großer Privatfriedhof im Home Park in Windsor. Dort wurde unter anderem Edward VIII. beigesetzt, der 1936 auf den britischen Thron verzichtete, um die zweifach geschiedene US-Amerikanerin Wallis Simpson heiraten zu können.

Offen wäre zudem, wer Andrews Sarg tragen würde. Üblicherweise übernehmen dies Soldaten aus Regimentern, zu denen der Verstorbene eine Verbindung hatte. Andrew musste seine Militärtitel im Zuge des Epstein-Skandals abgeben. Der 66-Jährige hatte allerdings selbst in der Royal Navy gedient und war während des Falklandkriegs als Co-Pilot eines Sea-King-Hubschraubers im Einsatz.

„Das muss ein Versehen sein“

Dass die Pläne offenbar weiterhin bestehen, stößt auf scharfe Kritik. Die US-Anwältin Gloria Allred, die 27 Opfer des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein vertreten hat, erklärte: „Andrew hat durch seine Verbindung zu Jeffrey Epstein Schande über die königliche Familie und das Vereinigte Königreich gebracht.“ Und weiter: „Welches Signal würde eine solche Zeremonie an Epsteins Opfer senden?“

Auch aus der britischen Politik kommt deutlicher Widerspruch. „Es gibt keine Umstände, unter denen Andrew ein königliches Begräbnis zugestanden werden sollte“, sagte die konservative Politikerin Alicia Kearns. Norman Baker, früherer Regierungsminister und Kenner der royalen Finanzen, geht noch weiter: „Das muss ein Versehen sein. Mr. Mountbatten-Windsor ist ein Bürgerlicher und sollte keinesfalls ein königliches Begräbnis erhalten.“

Quelle: ntv.de, lpe/spot

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