Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    Energiesperren: Hohe Kosten belasten Verbraucher:innen

    August 4, 2026

    Bahnpreise: Werbung günstig, Realität teurer?

    August 3, 2026

    „Abschaffung der telefonischen Krankschreibung ist ein klarer Rückschritt“

    Juli 7, 2026

    Flug nicht angetreten, Geld komplett weg?

    Juli 7, 2026

    Trotz Filter: Doctolib zeigt Kassenpatient:innen kostenpflichtige Termine an

    Juli 2, 2026
  • Nachrichten

    Streit in Bremen eskaliert: Autofährer schlägt Fußgänger nieder – Opfer stirbt

    August 9, 2026

    Acht Menschen erschossen: Amokläufer von Bangkok hatte jahrelanges Interesse an Waffen

    August 9, 2026

    Nachtaktiv und winzig: Neu entdeckter „Kaffeefrosch“ kann singen

    August 9, 2026

    Spanien-Urlauber aufgepasst: Zehn wissenswerte Dinge zur totalen Sonnenfinsternis

    August 9, 2026

    3500 Menschen auf „Schanzenfest“: „Drachenlord“-Hater sorgen für Gewalt in Franken

    August 9, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    Urin im Wasser: Jeder pinkelt, aber keiner gibt’s zu!

    August 8, 2026

    Facebook-Spitznamen in Gruppen: Was hinter ihnen steckt

    August 8, 2026

    Faktencheck: „Die Verdunkelung“ – Was der Film verschweigt

    August 7, 2026

    „Dann bezahlst du mit deinem Blut“: So funktioniert die WhatsApp-Erpressung mit „Viktor“

    August 7, 2026

    WhatsApp-Betrug: „Bin gerade beim Zahnarzt“ – Geldforderung

    August 7, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    Was bedeutet Neutralität in der Schule – und was nicht? | Bildung

    Juli 14, 2026

    Wodurch fühlen sich Jugendliche in ihrem Alltag besonders belastet? | Bildung

    Juli 3, 2026

    Kontra: Social Media und Jugendliche – warum ein Verbot zu kurz greift | Bildung

    Juni 17, 2026

    Pro: Warum wir ein Social Media Verbot für Kinder brauchen | Bildung

    Juni 17, 2026

    Social Media bis 16 Jahre verbieten? So sehen das Erwachsene | Bildung

    Juni 11, 2026
  • Politik

    Brasilien: Abholzung im Amazonas auf Zehnjahrestief

    August 9, 2026

    Straße von Hormus: Iran pocht auf Zugeständnisse der USA

    August 9, 2026

    Bilger will Gehälter von Bahnmanagern an Ziele knüpfen

    August 9, 2026

    Wie sich Krankenhäuser auf Demenz-Patienten einstellen

    August 9, 2026

    Kanadische Provinz British Columbia ruft wegen Waldbränden Notstand aus

    August 9, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Nachrichten»Spanien-Urlauber aufgepasst: Zehn wissenswerte Dinge zur totalen Sonnenfinsternis
Nachrichten

Spanien-Urlauber aufgepasst: Zehn wissenswerte Dinge zur totalen Sonnenfinsternis

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare13 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

Spanien-Urlauber aufgepasstZehn wissenswerte Dinge zur totalen Sonnenfinsternis

09.08.2026, 09:24 Uhr Von Uwe Reichert
Eine-totale-Sonnenfinsternis-gibt-es-nicht-zu-sehen-aber-eine-partielle
Die totale Sonnenfinsternis wird es in Spanien, darunter auch auf Mallorca, sowie auf Island und Grönland zu sehen sein. In Deutschland ist immerhin noch eine partielle Verdunkelung der Sonne zu beobachten. (Foto: Natacha Pisarenko/AP/dpa)

Ein seltenes Himmelsschauspiel steht bevor: eine totale Sonnenfinsternis in Europa. Während der Kernschatten nur über Spanien wandert, ist auch in Deutschland eine außergewöhnlich hohe Bedeckung zu sehen. Doch die Beobachtung birgt einige Herausforderungen.

Wer am 12. August das Schauspiel einer vollständig vom Mond verfinsterten Sonne erleben möchte, muss nach Spanien oder Island reisen. Von Deutschland aus ist die Finsternis partiell zu sehen, doch sie beginnt erst kurz vor Sonnenuntergang. Damit die Beobachtung gelingt, sind einige Herausforderungen zu bewältigen.

1. Was ist eine Sonnenfinsternis, und welche Typen gibt es?

Eine Sonnenfinsternis zählt zu den spektakulärsten Ereignissen, die uns die Astronomie zu bieten hat. Erde, Mond und Sonne stehen dann genau auf einer Linie; von unserer irdischen Warte aus schiebt sich der Mond teilweise oder vollständig vor die Sonne und raubt uns für kurze Zeit das gewohnte Tageslicht.

Möglich macht dies eine Laune der Natur. Denn immerhin ist die Sonne rund 400-mal größer als der Mond. Da sie auch 400-mal weiter von der Erde entfernt ist, erscheinen uns beide Himmelskörper als ungefähr gleich große, runde Scheiben am Himmel – mit einem Winkeldurchmesser von etwa 0,5 Grad.

Bedeckt der Mond die Sonnenscheibe nur zum Teil, sehen wir eine partielle Sonnenfinsternis. Wir befinden uns dann im Halbschatten des Mondes. Ist die Bedeckung vollständig, stehen wir im Kernschatten des Mondes und erleben eine totale Sonnenfinsternis. Wenn sich der Mond gerade im erdfernsten Bereich seiner elliptischen Umlaufbahn befindet, erscheint er uns kleiner als die Sonne. In diesem Fall bleibt am Sonnenrand ein schmaler Ring frei, die Finsternis ist ringförmig.

In seltenen Grenzfällen kommt es zu einer hybriden Sonnenfinsternis: Nämlich dann, wenn die Spitze des Kernschattens die gekrümmte Erdoberfläche nur an solchen Stellen berührt, die dem Mond am nächsten liegen. Von dort erscheint die Finsternis total, an anderen Orten in der Zentralzone ringförmig.

2. Warum gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis?

Naturgemäß kann eine Sonnenfinsternis nur bei Neumond auftreten. Da aber die Umlaufbahn des Mondes zur Bahnebene der Erde geneigt ist, muss noch eine zweite Bedingung erfüllt sein: Zur Neumondphase muss unser Erdtrabant in der Nähe von einem der beiden Schnittpunkte der Mondumlaufbahn mit der Erdbahnebene, der Ekliptik, stehen. Diese beiden Schnittpunkte heißen Mondknoten. Steht der Neumond zu weit von einem dieser Mondknoten entfernt, dann zieht er ober- oder unterhalb der Sonnenscheibe vorbei.

Diese beiden Bedingungen und die Gesetzmäßigkeiten der Himmelsmechanik erlauben es, das Auftreten von Sonnen- und auch Mondfinsternissen über viele Jahrhunderte hinweg zu berechnen.

3. Wie häufig ist eine Sonnenfinsternis?

Im langjährigen Durchschnitt gibt es 238 Sonnenfinsternisse pro Jahrhundert, davon sind etwa ein Drittel total, ein Drittel ringförmig, ein Drittel nur partiell und nur ein Prozent hybrid. In einem Kalenderjahr ereignen sich mindestens zwei Sonnenfinsternisse. Maximal sind fünf Sonnenfinsternisse im Jahr möglich, wie es zuletzt 1935 der Fall war.

Zumeist geht einer Sonnenfinsternis im Abstand von zwei Wochen eine Mondfinsternis voraus oder folgt ihr. Denn dann durchquert der Mond auf seiner Umlaufbahn den gegenüberliegenden Mondknoten, sodass er in seiner Vollmondphase in Verlängerung der Linie Sonne – Erde steht und der Erdschatten auf ihn fällt.

Im Jahr 2026 kam es bereits am 17. Februar über der Antarktis zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, der am 3. März eine totale Mondfinsternis folgte. Der totalen Sonnenfinsternis am 12. August wird am 28. August eine partielle Mondfinsternis folgen.

4. Warum sind Sonnen- seltener zu sehen als Mondfinsternisse?

Global betrachtet sind Sonnen- sogar häufiger als Mondfinsternisse. Von einem bestimmten Ort auf der Erde sehen wir allerdings mehr Mond- als Sonnenfinsternisse. Das liegt daran, dass eine partielle oder totale Verfinsterung des Mondes an allen Orten sichtbar ist, an denen er zu diesem Zeitpunkt über dem Horizont steht. Eine partielle Sonnenfinsternis hingegen ist nur von einem Teil der von der Sonne beschienenen Erdoberfläche aus sichtbar. Und eine totale Sonnenfinsternis ist sogar noch exklusiver: Die Totalitätszone, die vom Kernschatten des Mondes überstrichen wird, ist nur ein Streifen, der stets schmaler als 300 Kilometer ist.

Im statistischen Mittel dauert es 366 Jahre, bis sich an einem bestimmten Ort der Erde erneut eine totale Sonnenfinsternis ereignet. Die Bandbreite ist allerdings groß: Berechnungen zeigen, dass sich in dem 5000 Jahre langen Zeitraum zwischen 2000 v.Chr. und 3000 n. Chr. für manche Orte der Erde nur eine, für andere hingegen bis zu 35 totale Sonnenfinsternisse ergeben. Begründet ist diese Statistik in den Feinheiten der Bahnbewegungen von Erde und Mond sowie der Erdrotation.

In Deutschland waren die beiden letzten totalen Sonnenfinsternisse am 19. August 1887 und am 11. August 1999 zu sehen. Erst am 3. September 2081 wird dies wieder der Fall sein, dann allerdings nur im Grenzgebiet zur Schweiz und zu Österreich.

5. Wie verläuft die Finsternis am 12. August 2026?

Die Finsterniszone umfasst die gesamte Arktis, den größten Teil Europas, das westliche Mittelmeer, den Nordwesten Afrikas, den Nordatlantik, den Nordosten der USA sowie Kanada und Alaska. Die partielle Verfinsterung beginnt um 17.34 Uhr MESZ an einem Punkt in der Nähe der Aleuten-Inseln und endet um 21.58 Uhr MESZ im Atlantik südlich der Kapverdischen Inseln.

Der Kernschatten des Mondes berührt erstmals um 18.58 Uhr MESZ die Erdoberfläche, und zwar in der Laptewsee vor der Nordküste Sibiriens. Von dort aus verläuft der Totalitätspfad in einem Bogen über das Nordpolarmeer, Grönland und den Atlantischen Ozean bis nach Spanien und endet im westlichen Mittelmeer um 20.34 Uhr MESZ. Ihre längste Dauer erreicht die Totalität mit zwei Minuten und 18 Sekunden vor der Küste Islands. Hier ist die Totalitätszone 294 Kilometer breit. Auf dem spanischen Festland dauert die Totalität maximal eine Minute und 49 Sekunden, auf den Balearen eine Minute und 36 Sekunden.

Die erste Hälfte seines Weges legt der Kernschatten des Mondes über das arktische Meer und die Eiswüsten Grönlands zurück. Hier kommen insbesondere Eisbären und Polarfüchse in den Genuss dieses Naturphänomens – wobei die plötzliche Verdunkelung eher zu Verwirrungen führen dürfte. Zum Maximum der Finsternis überstreicht der Kernschatten im äußersten Westen Islands erstmals bewohntes Gebiet. Sogar die Hauptstadt Reykjavik wird von der Totalitätszone gestreift. Ihre 140.000 Einwohner können sich auf rund eine Minute Verfinsterung freuen.

Erst nach fünf Sechsteln seines Weges, um 20.26 Uhr MESZ, trifft der Kernschatten an der Nordküste Spaniens ein. Da die Sonne zu diesem Zeitpunkt senkrecht über Mexiko steht und sie von Spanien aus bald unter dem Horizont versinkt, treffen die Sonnenstrahlen sehr flach auf das Festland. Entsprechend rast auch der Kernschatten des Mondes mit hoher Geschwindigkeit über die Iberische Halbinsel und streckt sich dabei weit in die Länge. Wenn er um 20.31 Uhr MESZ die Insel Mallorca erreicht, liegen Teile der nordspanischen Region Kastilien-León noch immer in der Totalitätszone.

6. Von wo aus lässt sich die totale Verfinsterung am besten beobachten?

Generell gilt während einer totalen Sonnenfinsternis: Je näher man sich an der zentralen Linie der Totalitätszone befindet, desto länger dauert die sichtbare Verfinsterung. Zum Rand des Totalitätsstreifens hin nimmt die Dauer der vollständigen Bedeckung rasch ab.

Doch für eine kluge Wahl des Beobachtungsorts sind auch die Wetterprognosen sowie die Topografie des Geländes und die touristische Infrastruktur einzubeziehen. Falls Wolken die Sicht auf die „Schwarze Sonne“ verdecken sollten, wäre zwar gut zu erkennen, wie schnell der Kernschatten des Mondes über die Gegend rast. Doch eine Vielzahl von Phänomenen, die nur bei einer totalen Sonnenfinsternis auftreten, bliebe hinter der Wolkendecke verborgen.

Manche Finsternisbeobachter haben sich frühzeitig einen der – sündhaft teuren – Plätze auf einem Kreuzfahrtschiff gesichert. Der Nordatlantik bietet zwar keine sonderlich günstige Wolkenstatistik für Mitte August, dafür können die Schiffe noch kurzfristig ihre Position verändern und so vielleicht eine Wolkenlücke ansteuern, die ein ungetrübtes Finsterniserlebnis ermöglicht.

Auch für Island sagt die langjährige Statistik einen hohen Bewölkungsgrad zwischen 70 und 80 Prozent vorher. Dafür steht hier die verfinsterte Sonne mit ungefähr 25 Grad Höhe recht hoch am Himmel. Für mobile Beobachter, die ihren Beobachtungsort spontan an die Wettersituation anpassen können, ist Island durchaus erwägenswert. Einheimische dürften sich schon frühzeitig überlegt haben, ob einer der sprühenden Geysire oder die imposante Naturkulisse einen gefälligen Rahmen für ein Finsternisfoto abgeben dürfte – oder ob sie die Finsternis entspannt in einer der Thermalquellen liegend verfolgen wollen.

In Spanien wiederum kommt neben der Wetterstatistik noch ein weiterer Faktor hinzu, den es zu beachten gilt: die Topografie des Geländes. Denn zum Zeitpunkt der vollständigen Verfinsterung steht die „Schwarze Sonne“ nur knapp über dem Horizont. Deshalb sollte die Blickrichtung zur Sonne nicht durch Berge, Hügel, Wälder oder Gebäude behindert sein. Nichts wäre ärgerlicher, als unter einem klaren Himmel zu stehen, und dann verschwindet die Sonne im entscheidenden Moment hinter einem Haus oder einer fernen Hügelkette.

Dies ist insbesondere auf der Insel Mallorca ein Problem: Wer hofft, von Palma aus die Totalität sehen zu können, wird feststellen, dass die Serra de Tramuntana, der Gebirgszug im Nordwesten der Insel, die Sicht auf die nur in drei Grad Höhe stehende Sonne blockiert. Wer hingegen von der Westküste aus freie Sicht in Richtung Nordwesten hat, wird durch den Anblick der tiefstehenden verdunkelten Sonne belohnt, die kurz darauf als Sichel über dem Meer untergeht.

7. Welche Phänomene treten bei einer Sonnenfinsternis auf?

Eine Sonnenfinsternis ist ein zutiefst beeindruckendes Erlebnis. Die partielle Phase geht noch mit relativ einfachen Phänomenen einher. Doch der Beginn der Totalität trifft unvorbereitete Beobachter mit Wucht: Was die menschlichen Sinne registrieren, stellt die gewohnte Wahrnehmung auf den Kopf. Ein Hauch von Weltuntergang macht sich breit.

Zunächst beginnt alles recht harmlos. Wer nicht über ein spezielles Beobachtungsgerät verfügt, wird von der anfänglichen partiellen Verfinsterung nur wenig wahrnehmen. Erst ab einem Bedeckungsgrad von etwa 50 Prozent fällt auf, dass die Himmelshelligkeit deutlich abgenommen hat. Bis dahin gleicht das menschliche Gehirn das schwindende Tageslicht weitgehend aus. Am 12. August 2026 geht die Helligkeitsabnahme durch die Bedeckung natürlich mit der zum Horizont sinkenden Sonne einher, sodass sich beide Effekte überlagern. Gleiches gilt für das Abnehmen der Temperatur.

Es lohnt sich, die Schatten von Gegenständen näher in Augenschein zu nehmen. Normalerweise erscheinen deren Ränder unscharf, aber in dem Maße, in dem die Sonne immer stärker eine Sichelform annimmt, erscheinen die Ränder in einer Richtung ungewöhnlich scharf.

Der Planet Venus, der zurzeit als Abendstern am westlichen Himmel leuchtet, wird üblicherweise erst kurz nach Sonnenuntergang sichtbar. Jetzt, bei teilverfinsterter Sonne, haben wir die Chance, ihn am Tageshimmel gleichzeitig mit der Sonne zu sehen. Wenn wir die Lage der Venus zur Sonne bereits in den Tagen vor der Finsternis erkunden, fällt es leichter, sie auch am 12. August in niedriger Höhe über dem Horizont zu erspähen.

Wer das Glück hat, in der Totalitätszone zu stehen, darf sich auf ein unvergessliches Erlebnis freuen. Denn mit der vollständig verfinsterten Sonne gehen Phänomene einher, die ansonsten nicht zu erleben sind.

Wenige Minuten vor Beginn der Totalität lassen Änderungen der Lufttemperatur Wind aufkommen. Die Umgebung erscheint in eigenartigem, fahlem Licht; Farben verlieren ihre Strahlkraft. Tiere und Pflanzen reagieren auf das abnehmende Tageslicht. Am Horizont in Richtung der Sonne wird der herannahende Mondschatten am Himmel sichtbar.

Plötzlich geht alles sehr schnell: Der Kernschatten legt sich wie eine Decke über die Umgebung und dort, wo eben noch die Sonne leuchtete, steht ein schwarzes Loch am Himmel – umgeben von einem Strahlenkranz, der Korona. Rötliche, von der Sonnenoberfläche ausgeschleuderte Gasmassen werden am Mondrand sichtbar. Das normale Tageslicht ist verschwunden; einzige Lichtquellen sind jetzt die Korona, die etwa so hell leuchtet wie der Vollmond, und das Streulicht, das vom Himmel außerhalb der Totalitätszone in sie hinein gestreut wird.

Am Ende der vollständigen Bedeckung, wenn das erste Sonnenlicht wieder am Mondrand aufblitzt, laufen die oben genannten Phänomene in umgekehrter Reihenfolge ab. Kein Foto und keine Schilderung können das persönliche Erleben einer totalen Sonnenfinsternis ersetzen.

8. Was ist von Deutschland aus zu sehen?

Zwar bekommt Deutschland am 12. August „nur“ eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen, doch die hat zwei Besonderheiten: Zum einen wird das Maximum der Verfinsterung kurz vor Sonnenuntergang erreicht, weshalb wir eine noch teilweise vom Mond bedeckte Sonne als Sichel untergehen sehen werden. Zum anderen erreicht der Bedeckungsgrad Werte wie keine andere in den nächsten Jahrzehnten von Deutschland aus sichtbare partielle Sonnenfinsternis. Je nach Standort bedeckt der Mond bis zu 83 Prozent (auf der Insel Rügen) oder sogar bis zu 91 Prozent (in Weil am Rhein nahe dem schweizerischen Basel) der Sonnenscheibe.

Generell nimmt der Bedeckungsgrad von Nordosten nach Südwesten zu, also je näher man an die Totalitätszone herankommt. In keinem Ort Mitteleuropas wird die maximale Bedeckung unter 80 Prozent liegen. Frankreich und die Britischen Inseln erreichen Werte von mehr als 90 Prozent.

Für die Dauer der sichtbaren Finsternis – also vom Beginn der teilweisen Bedeckung bis zum Untergang der Sonne – gilt ein anderer Zusammenhang: Die Sichtbarkeit nimmt von Südosten nach Nordwesten zu. Im österreichischen Wien beispielsweise geht die Sonne bereits drei Minuten nach der maximalen Bedeckung (82 Prozent) unter. Von den Friesischen Inseln hingegen hat der Mond die Sonne zum Zeitpunkt ihres Untergangs gerade wieder freigegeben.

Wie sich viele Beobachter der totalen Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 noch leidvoll erinnern werden, ist das Wetter in Deutschland nicht unbedingt ein Freund von besonderen astronomischen Ereignissen. Mit einem Bewölkungsgrad um die 70 Prozent ist zu rechnen. Ansonsten gilt der gleiche Tipp wie für Spanien: Die Blickrichtung zum westlichen Horizont sollte nicht durch topografische Hindernisse oder Gebäude verstellt sein.

9. Wie lässt sich die Sonnenfinsternis gefahrlos beobachten?

Für die Beobachtung der Finsternis ist große Umsicht geboten. Denn während der partiellen Phase ist das Sonnenlicht genauso intensiv wie bei völlig unbedeckter Sonne. Maßgeblich ist die Flächenhelligkeit – und die ist unverändert, selbst wenn nur ein Prozent der Sonnenscheibe hinter dem Mondrand hervorlugt.

Deshalb gilt: Nie mit ungeschützten Augen in die Sonne schauen und schon gar nicht mit einem Fernglas oder einem Teleskop. Sofortige Augenschäden wären die Folge.

2025-03-29-12-18-39-UTRECHT-Besucher-der-Sternwarte-Sonnenborgh-beobachten-eine-partielle-Sonnenfinsternis-durch-eine-spezielle-Sonnenfinsternisbrille-Sonnenfinsternisse-sind-nicht-alltA-glich-und-etwas-Besonderes-wie-die-Sternwarte-mitteilt
Sonnenfinsternis sollte man unbedingt nur durch eine spezielle Sonnenfinsternisbrille betrachten. (Foto: picture alliance / ANP)

Gefahrlos lässt sich die Sonne mit einer im Fachhandel erhältlichen Sonnenfinsternisbrille beobachten. Die zumeist silbrig glänzende Folie dämpft das Sonnenlicht um einen Faktor 100.000 und ist nach den CE/ISO-Normen für Augensicherheit zertifiziert. Aber auch hier gilt: Nicht in Kombination mit einem optischen Instrument benutzen! Die speziellen Sonnenschutzfilter gehören immer vor das Objektiv und nicht hinter das Okular.

Noch sicherer ist es, das Sonnenbild auf einen hellen Schirm zu projizieren. Oder man baut sich eine einfache Lochkamera mit der Hilfe eines Kartons und etwas Butterbrotpapier: Auf einer Seite des Kartons sticht man ein kleines Loch hinein, und ersetzt auf der gegenüberliegenden Seite die Kartonwand durch Butterbrotpapier, das als Projektionsfläche fungiert – schon ist das Sonnenbeobachtungsgerät fertig.

Völlig ungeeignet für die Sonnenbeobachtung sind hingegen normale Sonnenbrillen, geschwärztes Glas, CDs oder ähnliche „Geheimtipps“. Deren Filterwirkung reicht nicht aus, und vor allem können sie unbemerkt die infrarote Strahlung durchlassen, die zu Verbrennungen der Augennetzhaut führt.

10. Gemeinsam beobachten – in der „Langen Nacht der Astronomie“

Wer nicht allein beobachten will oder über kein eigenes, für die Sonnenbeobachtung geeignetes Gerät verfügt, findet vielleicht in räumlicher Nähe zum Wohnort eine passende Gelegenheit. Viele amateurastronomische Vereine, Volkssternwarten, Planetarien und astronomische Bildungseinrichtungen bieten im Rahmen der Langen Nacht der Astronomie öffentliche Veranstaltungen zum gemeinsamen Beobachten der Sonnenfinsternis an. Zumeist schließen sich nach Einbruch der Dunkelheit Erkundungen des Nachthimmels an. Denn nur wenige Stunden nach der Finsternis wird das Maximum des Meteorstroms der Perseiden erwartet. Dieser Sternschnuppenregen lässt sich garantiert ohne störendes Mondlicht beobachten.

Sollte das Wetter nicht mitspielen, lässt sich die Finsternis live über das Internet verfolgen. Die Europäische Weltraumbehörde ESA und verschiedene Websites wie zum Beispiel timeanddate.com und 2026eclipse.live haben bereits Liveübertragungen angekündigt.

Quelle: ntv.de

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

Streit in Bremen eskaliert: Autofährer schlägt Fußgänger nieder – Opfer stirbt

August 9, 2026

Acht Menschen erschossen: Amokläufer von Bangkok hatte jahrelanges Interesse an Waffen

August 9, 2026

Nachtaktiv und winzig: Neu entdeckter „Kaffeefrosch“ kann singen

August 9, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

„Moby Dick“: Vor 60 Jahren: Belugawal im Rhein gesichtet

April 29, 20264 Aufrufe

Was eine Zuckerabgabe bringen könnte

April 29, 20264 Aufrufe

„Inflationszahlen sind Warnsignal“ | Verbraucherzentrale Bundesverband

April 29, 20263 Aufrufe

Kommentar zur Gesundheitsreform: Gerecht sieht anders aus

April 29, 20263 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.