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Startseite»Politik»Ukrainische Drohnen treffen Russland – Rauch über St. Petersburg
Politik

Ukrainische Drohnen treffen Russland – Rauch über St. Petersburg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 03.06.2026 • 09:18 Uhr

Russische Behörden haben ukrainische Angriffe in der Stadt St. Petersburg und auf einen Reisebus auf dem Weg zur Krim gemeldet. Offenbar gab es mehrere Tote. Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigte einen Angriff auf ein Ölterminal.

In der von Russland annektierten Region Donezk sind nach Angaben der Besatzungsbehörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Reisebus mindestens sieben Menschen getötet worden. Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden. Die Angaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

„In Jenakijewe wurde ein Linienbus auf der Strecke Moskau – Simferopol von einer Kampfdrohne angegriffen“, teilte Besatzungschef Denis Puschilin bei Telegram mit. Behördenangaben zufolge war der Bus auf der Strecke zwischen der russischen Hauptstadt und der ebenfalls von Russland annektierten Halbinsel Krim unterwegs.

Puschilin sprach von einem „weiteren Akt beispielloser, unmenschlicher Aggression“. Russlands Ermittlungskomitee leitete ein Verfahren wegen eines „Terroranschlags“ ein.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Drohnenangriff auf Ölterminal bei St. Petersburg

Ukrainische Drohnen trafen auch Energie- und Militäranlagen in St. Petersburg. „Mehrere“ Infrastruktureinrichtungen seien beschädigt worden, dabei sei jedoch niemand getötet worden, teilte der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow, mit. Am Himmel waren dichte graue Rauchwolken zu sehen.

Laut dem ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj war ein Ölterminal in St. Petersburg Ziel der Drohnenangriffe. Auch ein rein militärisches Ziel im Stadtbezirk Kronstadt sei getroffen worden, wo die russische Kriegsflotte ihren Stützpunkt in der Ostsee hat. Kiew zufolge zielten die Angriffe darauf ab, das dreitägige Wirtschaftsforum zu stören, an dem auch der russische Präsident Wladimir Putin teilnehmen soll.

Zudem wurde nach ukrainischen Angaben eine Rüstungsfabrik in der russischen Oblast Tambow beschossen. Tambow liegt südlich von Moskau.

Vermehrt zivile Opfer

Die Ukraine betont immer wieder, in ihrem Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg nur militärische Ziele zu attackieren. Bei den jüngsten Drohnenangriffen kam es auch vermehrt zu Opfern unter Zivilisten.

Russland überzieht die Ukraine seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren mit Luftangriffen, bei denen immer wieder Zivilisten sterben. Bei massiven russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen starben erst am Dienstag in den ukrainischen Millionenstädten Kiew und Dnipro mehr als 20 Menschen. Es gab laut Behörden mehr als 100 Verletzte.

Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis.

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