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Startseite»Nachrichten»„Unangenehme Situation“: Banaszak reagiert auf aggressive Verbal-Attacke in Sachsen-Anhalt
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„Unangenehme Situation“: Banaszak reagiert auf aggressive Verbal-Attacke in Sachsen-Anhalt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 25, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Unangenehme Situation“Banaszak reagiert auf aggressive Verbal-Attacke in Sachsen-Anhalt

Bei „Pinar Atalay“ diskutieren Grünen-Chef Felix Banaszak (l.) und Grünen-Kritiker Ulf Poschardt über die Wahl in Sachsen-Anhalt.

Ein Video von Grünen-Chef Banaszak bei einer Wahlkampfveranstaltung macht die Runde: In Wernigerode attackiert ein Bürger den Politiker scharf. Banaszak reagiert auf den verbalen Angriff bei „Pinar Atalay“ gelassen und sagt, der Vorfall sei nicht repräsentativ für Begegnungen vor Ort.

Nach einer aggressiven verbalen Attacke gegen ihn bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wernigerode hat Grünen-Chef Felix Banaszak die Bedeutung des Vorfalls relativiert. „Ich will nur noch ganz deutlich sagen: Das ist nicht repräsentativ, das ist nicht die Regel“, sagte Banaszak in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“. Er habe sich bewusst für einen Wahlkampf entschieden, bei dem er die direkte Begegnung mit den Menschen sucht, statt „von der großen Bühne in Distanz zu den Leuten herunterzureden“.

In Sachsen-Anhalt, wo 40 bis 45 Prozent der Menschen in Erwägung zögen, „eine verfassungsfeindliche Partei zu wählen“, könnten solche direkten Begegnungen allerdings auch konfrontativer werden, sagte Banaszak. Zugleich berichtete er von vielen positiven Erfahrungen: „Ich stehe da an Haustüren, ich stehe auf den Marktplätzen, ich komme mit Leuten ins Gespräch und ganz viele Menschen, auch die, die jetzt die Grünen nicht wählen, begegnen mir mit großer Offenheit, mit Respekt auf Augenhöhe.“ Auch bei der Veranstaltung in Wernigerode seien mehr als 100 Menschen gewesen. Darunter seien einige gewesen, die den Grünen skeptisch gegenüberstehen, „aber mit denen kann man normal ins Gespräch kommen“.

Trotz des Vorfalls will Banaszak seinen Kurs im Wahlkampf nicht ändern. „Ich werde niemanden pauschal verloren geben“, sagte er. Es gehe darum, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, „und sich nicht immer weiter verhärten und auseinandertreiben zu lassen“. Die Begegnung sei zwar „eine unangenehme Situation“ gewesen. „Aber man sollte sich dem nicht entziehen“, sagte Banaszak.

„Das wird irreversible Folgen haben“

Einen etwaigen Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt hält der Grünen-Chef für eine „reale Gefahr“, sieht aber Möglichkeiten, diesen zu verhindern. Sollten SPD und Grüne in den Landtag einziehen, werde die AfD auch bei einem Stimmenanteil von 42 oder 43 Prozent keine absolute Mehrheit der Sitze erreichen. „Wenn die beiden rausfallen, kann das passieren“, warnte Banaszak. Deshalb lohne es sich, bei der Wahlentscheidung auch die Mehrheitsverhältnisse genau zu betrachten.

Entscheidend sei aber auch die Frage, was eine allein-regierende AfD bedeuten würde. Ohne demokratisches Korrektiv würden Institutionen wie Schulen, Kitas, Polizei und Justiz „in die Verantwortung von Verfassungsfeinden“ kommen. Ein solcher Ausgang wäre nach Einschätzung Banaszaks kein politisches Experiment ohne Folgen. „Das wird irreversible Folgen haben“, sagte er. Menschen würden das Land verlassen. Er wolle nicht, dass die Heimat von 2,5 Millionen Menschen „aufgegeben wird“, nur weil es berechtigte Frustration gebe.

Die ntv Sendung „Pinar Atalay“ wird am Montag, den 24. August 2026 um 20:15 Uhr und 23:30 Uhr auf ntv ausgestrahlt, auf YouTube sowie auf der Streamingplattform RTL+.

Quelle: ntv.de, vmi

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