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Startseite»Politik»Unwetter in Bayern: Entwurzelte Bäume, umgeknickte Strommasten
Politik

Unwetter in Bayern: Entwurzelte Bäume, umgeknickte Strommasten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 31, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Stand: 31.05.2026 • 17:07 Uhr

Starke Unwetter in Bayern: Im Osten des Landes knickten Strommasten um und ein Blitz schlug in ein Haus ein. In Mittelfranken stürzten Bäume auf Häuser und Straßen. Noch immer gilt eine Unwetterwarnung.

Von BR24 Redaktion, Simon Trapp, Veronika Meier, Frank Jordan

Nach der Sommerhitze hat ein Wetterumschwung am Sonntag in Teilen Bayerns für zahlreiche witterungsbedingte Einsätze gesorgt. Heftige Gewitter, teils mit Starkregen und stürmischen Böen, entwurzelten Bäume, beschädigten Strommasten und behinderten den Verkehr.

Umgeknickte Strommasten in der Oberpfalz

Viel zu tun hatten Polizei und Feuerwehr in Niederbayern und der Oberpfalz. Dort zog der Sturm am Sonntagnachmittag durch die Regierungsbezirke. Im Bereich der Einsatzzentrale Oberpfalz wurden etwa 40 Einsätze registriert. Besonders in Stadt und Landkreis Regensburg kam es zu einigen Unwetterschäden, hauptsächlich durch umgestürzte Bäume. Verletzt wurde allerdings niemand, auch kam es zu keinen unwetterbedingten Verkehrsunfällen.

Im Landkreis Neumarkt knickten mehrere Strommasten durch den heftigen Wind um, die nahegelegene A3 war aber nicht beeinträchtigt und auch die Stromversorgung für die umliegenden Ortschaften blieb gesichert.

Umgeknickter Strommast im Landkreis Neumarkt

Niederbayern: Blitz schlägt in Wohnhaus ein

In Niederbayern waren vor allem der Bereich um Straubing und der Landkreis Straubing-Bogen vom Unwetter betroffen. Die Einsatzzentrale Niederbayern verzeichnete dutzende Einsätze. In Rain im Kreis Straubing-Bogen schlug ein Blitz in ein Wohnhaus ein, das daraufhin brannte. Ob Bewohner verletzt wurden, ist derzeit noch unklar.

Verletzt wurde im Landkreis aber eine Radfahrerin, die durch das Unwetter von ihrem Fahrrad stürzte. Auf der A92 bei Dingolfing flogen mehrere Verkehrsschilder von einer Baustelle auf die Fahrbahn, die konnten inzwischen aber wieder entfernt werden.

Umgestürzte Bäume in Mittelfranken

Auch über Mittelfranken zog am Sonntag ein kurzes, aber heftiges Gewitter. Polizei und Feuerwehr rückten zu 63 Unwettereinsätzen aus, wie ein Sprecher mitteilte. Der Sturm knickte mehrere Bäume um, die teils auf Straßen und Häuser fielen.

In Wernsbach, einem Ortsteil von Weihenzell im Landkreis Ansbach, stürzte ein morscher Baum auf das Dach einer Gaststätte. Verletzt wurde niemand. Auch in Limbach, einem Gemeindeteil von Schwabach, kam es zu einem lokalen Unwetter.

Münchner Flughafen streicht rund 50 Flüge

Am Münchner Flughafen wurden wegen einer durchziehenden Gewitterfront am Nachmittag rund 50 Flüge gestrichen. Nach Angaben eines Sprechers wurde aus Sicherheitsgründen wegen der Gefahr von Blitzschlägen die Abfertigung von Flugzeugen für rund 60 Minuten eingestellt. Bei den nachfolgenden Flügen kam es dadurch zu Verspätungen zwischen 15 und 60 Minuten.

Mit einem Abfertigungsstopp soll bei einer Gewitterlage das Ladepersonal geschützt werden. Das Flugzeug selbst ist ein sogenannter Faraday’scher Käfig. Blitzeinschläge können durch die metallische Außenhülle den Passagieren und der Crew nichts anhaben.

Unwetterwarnung des Wetterdienstes

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Teile des Freistaats eine amtliche Gefahrenwarnung herausgegeben. Lokal können demnach Starkregen, Hagel und Sturmböen auftreten. Die Meteorologen wiesen unter anderem auf die Gefahr für Leib und Leben durch Blitzschlag, herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände hin. Der Aufenthalt im Freien solle vermieden werden. Auch Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern seien möglich.

Welche Gebiete des Freistaats aktuell betroffen sind, ist auf der DWD-Warnkarte zu sehen.

Grafik: Bayernkarte – Wetterwarnungen des DWD

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert über Wetterlagen und gibt auch im Ernstfall amtliche Warnungen heraus. Abgestuft werden diese in vier Kategorien:

Stufe 1 (gelb, Wetterwarnung) / Stufe 2 (orange, Warnung vor markantem Wetter) / Stufe 3 (rot, Unwetterwarnung) / Stufe 4 (dunkelrot, Warnung vor extremem Unwetter) / Lila: Hitzewarnung / Rosa: UV-Warnung / Grün: Keine Warnung / Schraffiert: Vorab-Warnung

Mit Informationen von dpa

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Quelle: Wetter und Verkehr 31.05.2026 – 13:30 Uhr

Bayerischer Rundfunk

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