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Startseite»Politik»US-Gesandte in Russland und der Ukraine: Krieg und Friedensgespräche
Politik

US-Gesandte in Russland und der Ukraine: Krieg und Friedensgespräche

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 6, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 06.09.2026 • 11:23 Uhr

Nach ihrem Treffen mit Kremlchef Putin in Moskau sind die US-Sondergesandten Kushner und Witkoff zu Präsident Selenskyj nach Kiew weitergereist. Während der Gespräche gilt in beiden Städten eine Waffenruhe – andernorts gehen die Angriffe weiter.

Viel ist nicht bekannt über die Gespräche zwischen den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit Russlands Machthaber Wladimir Putin in Moskau. Es sollte um Wege zu einem Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gehen. Die Verhandlungen verliefen zuletzt eher stockend – offenbar auch angesichts des Kriegs in Nahost, in den US-Präsident Donald Trump sein Land verstrickt hat.

Aus dem Weißen Haus hieß es bislang nur, das Treffen in Moskau sei „gehaltvoll“ gewesen. Witkoff und Kushner hätten mit Putin „konkrete Pläne“ für die nächsten Schritte erörtert. Wie diese Pläne aussehen, werde in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Trump hatte vor der Reise seiner beiden Gesandten erklärt, diese hätten einen Plan „zur Beendigung des Krieges“ dabei.

Kreml: Mehrere Ideen für eine Lösung

Moskau äußerte sich etwas ausführlicher, wenn auch ähnlich unkonkret. Die Gespräche seien „äußerst ehrlich“ und „konstruktiv“ gewesen, sagte Kreml-Berater Juri Uschakow. Witkoff und Kushner hätten „mehrere Ideen für mögliche Wege zu einer Lösung“ vorgelegt. Putin habe ihnen mitgeteilt, man sei „zuversichtlich“, die militärischen Ziele – die Eroberung des restlichen Ostens der Ukraine – erreichen zu können. Russland mache „tatsächliche Fortschritte“ auf dem Schlachtfeld. Laut Uschakow wurden bei den Gesprächen auch Wirtschaftsfragen und „potenzielle große russisch-amerikanische Projekte, die für beide Seiten vorteilhaft sind“, erörtert.

Nach dem Treffen im Kreml sind Kushner und Witkoff nach Kiew weitergereist, wo sie sich heute mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen wollen, dessen Land seit viereinhalb Jahren jeden Tag von russischen Drohnen und Raketen attackiert wird. Laut US-Regierung hoffen die beiden Sondergesandten dort auf „ebenso produktive Treffen“.

Angriffe auf Saporischschja und Charkiw

Russland und die Ukraine hatten beide verkündet, drei Tage lang die jeweiligen Hauptstädte nicht anzugreifen, um die Gespräche zu ermöglichen. Das hat bislang auch geklappt, an anderen Stellen gingen die Attacken aber unvermindert weiter.

In der Ukraine wurde die frontnahe Großstadt Saporischschja beschossen, nach Angaben von Gouverneur Iwan Fedorow gab es zahlreiche Opfer. An der Grenze zu Rumänien trafen russische Drohnen nach Angaben örtlicher Behörden einen Grenzübergang, der zeitweise geschlossen werden musste. Am Samstagabend hatte eine russische Drohne in der Stadt Tschuhujiw im Gebiet Charkiw drei Mitglieder einer Familie getötet.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

In Russland verursachte ein ukrainischer Drohnenangriff einen Brand in der Raffinerie von Rjasan südöstlich von Moskau, wie Regionalgouverneur Pawel Malkow bestätigte. Außerdem habe es ein Feuer in einem nicht näher bezeichneten Industriebetrieb gegeben. Drohnenattacken wurden auch aus dem Gebiet Rostow in Südrussland gemeldet.

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